Konstituierende Sitzung im Oktober

„Versorgerfachärzte“ stärkste Liste bei VV-Wahl in Nordrhein

Die Vertreterversammlung (VV) der KV Nordrhein ist gewählt. Eine Facharztliste sammelt die meisten Stimmen ein. Bei den Hausärzten kommt der Hausärzteverband auf die meisten Sitze in der VV.

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Die Vertragsärzte in Nordrhein haben ihre Vertreterversammlung gewählt. Im Oktober wird diese den neuen Vorstand bestimmen. Dr. Frank Bergmann wird wieder kandidieren.

Die Vertragsärzte in Nordrhein haben ihre Vertreterversammlung gewählt. Im Oktober wird diese den neuen Vorstand bestimmen. Dr. Frank Bergmann wird wieder kandidieren.

© Fabian Strauch/picture alliance

Düsseldorf. Bei den Wahlen zur Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) hat erneut die Liste „Versorgerfachärzte“ mit 1271 die meisten Stimmen erhalten. Die von Dr. Manfred Weisweiler geführte Liste wird wie in der laufenden Legislaturperiode neun der 50 Sitze haben. Die zweitmeisten Stimmen (1099) konnte der Hausärzteverband mit Spitzenkandidat Dr. Oliver Funken erzielen. Er kam auf acht Sitze, bisher sind es neun.

Drei weitere Hausarztlisten haben den Einzug in die VV geschafft. Von den insgesamt 18 hausärztlichen Sitzen entfallen unverändert vier auf das „Bündnis Unabhängige Hausärzte Nordrhein“, das von KVNo-Vize Dr. Carsten König geführt wird. Jeweils drei Vertreterinnen und Vertreter stellen die „Perspektive Nordrhein Haus- und Kinderärzte“ mit Spitzenkandidat Dr. Jens Wasserberg und die von Dr. Christiane Thiele geführten „Pädiater für Nordrhein“.

Bei den Fachärzten teilen sich sieben Listen oder Einzelwahlvorschläge die 21 Plätze. Hinter den „Versorgerfachärzten“ erzielte die „Neue Liste Psychotherapie“ mit Frank Lambertus als Spitzenkandidat das zweitbeste Ergebnis. Sie hat künftig drei Sitze. Die anderen Gruppierungen werden jeweils mit zwei Sitzen oder einem Sitz in der VV vertreten sein.

Wahlbeteiligung ist gesunken

Die ermächtigten Krankenhausärzte und die angestellten Ärzte sind mit sechs Sitzen in der VV präsent. Die meisten Stimmen entfielen bei ihnen auf den Marburger Bund, der zwei Mitglieder durchbrachte. Vier Listen entsenden jeweils einen Kandidaten oder eine Kandidatin. Bei den Psychotherapeuten (fünf Plätze) errang das „Bündnis Kooperative Liste“ von Martin Zange drei Sitze, zwei weitere Listen entsenden jeweils eine Psychotherapeutin.

Die KVNo-Mitglieder hatten vom 13. Juni bis zum 12. August Zeit, ihre Stimme abzugeben und konnten sich dabei erstmals zwischen der Briefwahl und der Online-Stimmabgabe entscheiden. Bei der Wahlbeteiligung hat sich der Abwärtstrend dennoch fortgesetzt. Sie sank von 53 Prozent auf 45 Prozent.

Die KVNo-VV trifft sich am 22. Oktober zu ihrer konstituierenden Sitzung. Dann wählen die Delegierten den neuen Vorstand. Das bisherige Führungsduo mit Dr. Frank Bergmann und Dr. Carsten König tritt erneut zur Wahl an. Anders als König hat Bergmann nicht für die VV kandidiert, er ist seit Anfang dieses Jahres kein Vertragsarzt mehr. (iss)

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