Gesellschaft

Älteste Blutprobe der Welt nachgewiesen

DARMSTADT (eis). An der 5300 Jahre alten Gletschermumie Ötzi haben Forscher rund um die Pfeilschusswunde am Rücken Erythrozyten nachweisen können.

Veröffentlicht:

Dies belegt den guten Erhaltungszustand der Leiche, denn Blutzellen verwesen schnell. Es handele sich daher bei Weitem um die älteste erhaltene Blutprobe weltweit, wie Forscher um Professor Albert Zink aus München von einer Kooperation mit dem Center for Smart Interfaces in Darmstadt berichten (J Royal Soc Interface 2012; online 2. Mai).

Mit sogenannter "atomic force microscopy" wurden Gewebeproben mit einer winzigen Metallspitze abgetastet und so ein dreidimensionales Bild der Oberfläche erstellt.

Dabei fanden sich deutliche Hinweise auf Hämoglobin und verklumpte Partikel, die auf Fibrin schließen lassen.

Da das Gerinnungseiweiß bei frischen Wunden auftritt und sich schnell wieder abbaut, stützt der Fund die These, dass Ötzi direkt nach dem Pfeiltreffer gestorben ist.

Mehr zum Thema

Beratungsstellen der Diakonie Schleswig-Holstein

Psychologische Hilfe für Menschen aus der Ukraine

Steigende Corona-Inzidenz

So ist die COVID-19-Lage auf deutschen Intensivstationen

Schlagworte
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Handschlag mit sich selbst: Im MVZ können sich die Gesellschafter-Geschäftsführer selbst anstellen, so das BSG.

© Lagunov / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Selbsteinstellung im MVZ? Unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Die meisten Behandlungsfehler passieren im stationären Bereich. Das lässt eine nicht repräsentative Analyse des Medizinischer Dienst Bundes vermuten. 

© Blue Planet Studio / stock.adobe.com

Behandlungsfehler-Statistik

MD-Bund: „Never Events“ endlich verpflichtend melden!

Schlafstörung? Da greifen viele Patienten eigenständig zu Melatonin. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Schlafstörungen: Vorsicht vor unkritischem Melatonin-Einsatz