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Gefolterte Haushaltshilfe hat 23 Nägel im Körper

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RIAD (dpa). Als Ariyawathie aus Sri Lanka im März ihre Arbeit in einem Haushalt in Saudi-Arabien aufnahm, wollte sie nur Geld verdienen. Doch was das "Dienstmädchen" erwartete, war ein Folterkeller. Jedes Mal, wenn die 50-Jährige über Überarbeitung klagte, rammte ihr die Familie, für die sie schuftete, einen glühenden Nagel ins Fleisch. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat fand ein Arzt 23 Nägel im Körper der Frau.

Die saudische Zeitung "Arab News" berichtete am Mittwoch, die Botschaft von Sri Lanka suche jetzt nach den Peinigern der Haushaltshilfe, die von einer Arbeitsagentur in der saudischen Hauptstadt Riad vermittelt worden war. Als "Teufel ohne einen Funken Mitleid", beschreibt Ariyawathie ihre früheren Arbeitgeber.

Menschenrechtsorganisationen haben schon mehrfach gegen die Ausbeutung und Misshandlung von Hausangestellten in Saudi-Arabien protestiert. Die Gesetze des islamischen Königreiches führen dazu, dass ausländische Arbeitskräfte von ihren Arbeitgebern extrem abhängig sind. Sie nehmen ihnen oft bei der Ankunft den Pass ab.

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