Gendoping in China wohl problemlos möglich

DÜSSELDORF (dpa). Die ARDReportage "Olympia im Reich der Mittel" über illegale Gendoping-Therapien für Sportler hat bei Anti-Doping-Experten für Entsetzen gesorgt.

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"In dieser belegbaren Form habe ich mir das nicht vorgestellt", sagte Mario Thevis, Leiter des Zentrums für präventive Doping-Forschung an der Deutschen Sporthochschule in Köln, am Dienstag.

In dem am vergangenen Montagabend ausgestrahlten Fernsehbeitrag von Hajo Seppelt und Jo Goll war gezeigt worden, dass Gendoping im Gastgeberland der Olympischen Spiele möglich ist.

In einem Krankenhaus boten chinesische Ärzte einem Reporter, der als Schwimmtrainer auftrat, eine Behandlung mit Nabelschnur-Stammzellen zur Leistungssteigerung an. Die Kur sollte 24 000 Dollar kosten.

Das Angebot wurde mit versteckter Kamera gedreht. Dabei erklärte ein Stationsarzt, wie die Behandlung zu erfolgen hat. "Es dauert zwei Wochen. Ich empfehle vier intravenöse Verabreichungen: 40 Millionen Stammzellen, vielleicht auch das Doppelte, je mehr, desto besser", erklärte der Arzt.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zeigte sich nach Ansicht der TV-Dokumentation über diese drohende neue Dimension des Dopings entsetzt.

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