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Neurologische Schäden möglich

Lachgas-Warnung vom Bundesinstitut für Risikobewertung

Vor dem Konsum warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung jetzt eindringlich. Die Partydroge könne zu neurologischen Störungen führen.

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Im Kiosk oft zu haben: Lachgasdosen mit Mundstück (weiß) und Luftballons.

Im Kiosk oft zu haben: Lachgasdosen mit Mundstück (weiß) und Luftballons.

© Marcus Brandt/dpa

Berlin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt eindringlich vor dem Konsum von Lachgas und spricht von einer riskanten Partydroge. Sie könne zu schweren gesundheitlichen Schäden führen und der Konsum im Extremfall tödlich enden, teilte die Behörde am Freitag mit. Sie rate „deshalb von einem solchen Missbrauch dringend ab“.

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge gelangt beim Einatmen von Lachgas kein Sauerstoff in den Körper. Deshalb könne es in schwereren Fällen auch zu Bewusstlosigkeit und sogar zu bleibenden Schädigungen im Gehirn kommen. „Aus den Niederlanden werden darüber hinaus auch Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von Lachgas berichtet“, so die Behörde.

Deutlicher Anstieg von Vergiftungsfällen

Bei einem exzessiven Konsum drohten dauerhafte neurologische Schäden, da Lachgas den körpereigenen Stoffwechsel störe. In der Folge könne es unter anderem zu Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühlen vor allem an den Füßen und zu Gangstörungen kommen.

Belastbare Daten zur Nutzung von Lachgas in Deutschland lägen bisher nicht vor, so das Bundesinstitut. Allerdings meldeten verschiedene Giftinformationszentren eine Zunahme von Anrufen zu Vergiftungsunfällen mit Lachgas. So wurden beim Giftnotruf Berlin zwischen 2010 und 2015 ein bis zwei Fälle pro Jahr registriert. 2022 seien es sieben Fälle, 2023 20 und 2024 sogar 50 Fälle. Betroffen seien zum größeren Teil Jugendliche und junge Erwachsene (36 Fälle) gewesen, überwiegend mit leichter bis mittlerer Symptomatik.

Vitamin B12-Stoffwechsel wird beeinträchtigt

Studien aus europäischen Nachbarländern belegten laut dem Institut, dass der Konsum von Lachgas zu schweren und bleibenden Gesundheitsschäden führen könne. Im Großraum Paris wurden zwischen 2018 und 2021 insgesamt 181 Patientinnen und Patienten mit schweren Lachgasvergiftungen erfasst, bei denen das Rückenmark oder weitere Teile des Nervensystems teilweise stark geschädigt waren. Die neurologischen Schäden seien durch eine Störung des Vitamin B12-Stoffwechsels verursacht worden.

Hamburg hatte als erstes Bundesland seit Januar 2025 ein Verbot für den Verkauf von Lachgas an Kinder und Jugendliche eingeführt. Auch einzelne Städte wie Dortmund, Osnabrück oder Hanau haben bereits ein Verbot. In Frankfurt am Main wurde ein solches am Freitag ebenfalls beschlossen. Eine bundesweite Regelung gibt es bisher aber nicht. (dpa/eb)

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