Events

Großleinwände ohne Fußball

LINDAU (dpa). Mit 53 Nationen ist das Teilnehmerfeld internationaler als das der Fußball-Weltmeisterschaft, doch statt mit Fußball beschäftigen sich die Besucher der diesjährigen Lindauer Nobelpreisträgertagung lieber mit Formeln.

Veröffentlicht: 28.06.2006, 08:00 Uhr

Auf den Großleinwänden in der Inselhalle sind selbst in Zeiten des WM-Fiebers wissenschaftliche Abbildungen zu sehen - und keine Spiele.

Auch die Stars der Wissenschaft bleiben gelassen. Physik-Nobelpreisträger Theodor Hänsch aus München sagt: "Ich habe mir das Achtelfinale angeschaut, aber ich bin kein Fußballfanatiker." Ein Deutschlandfähnchen hat er ebensowenig am Auto wie sein Kollege Hartmut Michel, der 1988 den Chemie-Nobelpreis erhielt. "Man stellt keine Fernseher im Labor auf", sagt Michel. "Aber ich bin überrascht, wie gut die Deutschen sind."

Fans unter den 500 Forschern verweist das Tagungsprogramm auf zwölf Lindauer Kneipen, in denen Fernseher aufgestellt sind - und der ein oder andere schaut auch mal abends im Hotel ein Spiel an, wie der Sprecher des Kuratoriums, Thomas Ellerbeck, beobachtet hat.

Medizin-Nobelpreisträger Professor Werner Arber aus der Schweiz verläßt sich dabei allerdings auf den Torjubel seiner deutschen Frau. Schwillt der an, schaut Arber von seinen Fachaufsätzen auf. Denn er weiß: "Wenn ein Tor fällt, wird es ja wiederholt."

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Abstrich der Dritte: Die neue Corona-Testverordnung ermöglicht den Einsatz von Antigen-Schnelltests. Sie können am Point-of-Care, wie etwa an der Münchner Theresienwiese, zu schnelleren Ergebnissen führen.

Besonderheiten und Tücken

Darauf ist bei Corona-Antigen-Schnelltests zu achten

Digitaloffensive in der Medizin. Neue Pläne von Jens Spahn.

Drittes Digitalisierungsgesetz

Hat die eGK schon wieder ausgedient?

Bei Typ-2-Diabetikern war der Konsum von täglich mindestens vier Tassen grünem Tee plus einer Tasse Kaffee mit einem um 58 Prozent verringertem Mortalitätsrisiko verbunden.

Assoziationsstudie

Typ-2-Diabetes: Länger leben durch Kaffee und Tee?