Gesellschaft

Helm, Licht, kein Alkohol: Das sollte jeder Radfahrer beherzigen

Fahrradhelme sind im Bewusstsein der Bevölkerung nicht angekommen, kritisieren Unfallchirurgen. Sie fordern mehr Prävention.

Veröffentlicht: 04.05.2011, 15:20 Uhr
Helm, Licht, kein Alkohol: Das sollte jeder Radfahrer beherzigen

Glück gehabt: Bei Fahrradunfällen senkt ein Helm das Kopfverletzungsrisiko um 50 Prozent.

© Niehoff / imago

BERLIN (eb). Die neu gegründete "Arbeitsgruppe Fahrradfahrer" des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) will die Prävention stärken.

"Wer glaubt, dass zwei Räder sicherer sind als vier, der unterliegt einem lebensgefährlichen Trugschluss", betont der Leiter der Gruppe Professor Johannes Sturm. Die Präventionsarbeit müsse sich auf drei Säulen stützen.

Dazu gehört das Tragen eines Fahrradhelms, und zwar in jedem Alter und bei jeder Fahrt. Ein nach den strengen Prüfkriterien zertifizierter Helm ist die einzige "Knautschzone" des Radfahrers. Damit werde das Risiko schwerer Schädelhirnverletzungen um mindestens 50 Prozent reduziert.

Zweitens muss über die trügerische Sicherheit beim Radfahren unter Alkoholkonsum aufgeklärt werden. Richtig ist es, das Auto nach Alkoholkonsum stehen zu lassen.

Falsch ist es, dann mit dem Rad zu fahren! Studienergebnisse sprächen eine klare Sprache: Das höchste Risiko für tödliche Fahrradunfälle tragen alkoholisierte Radfahrer, ganz gleich, ob sie stürzen oder mit einem motorisierten Fahrzeug kollidieren.

Als dritte Säule der Prävention gilt eine Verbesserung der technischen Sicherheitsstandards. Dabei kommt der Sichtbarkeit von Fahrzeug und Fahrer eine zentrale Bedeutung zu.

"Wer ohne Licht fährt, der fährt auch ohne Verstand", so Sturm. Jeder Radfahrer sollte auch beim Stehen und Schieben für gute Sichtbarkeit sorgen, am Besten durch Reflektoren, helle Kleidung und Standlicht.

www.dgu-online.de

Mehr zum Thema

Corona-Infektionsgeschehen

So hoch ist das Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Kreisen

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

Exklusiv Nikotinsucht

Raucher: „Entwöhnung kommt oft viel zu spät“

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Virtueller ASCO

COVID-19 und Krebs: völlig neue Fragestellungen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden