Gesellschaft

Internetzugriff übers Handy - das soll bald zum Alltag gehören

BARCELONA (dpa). Internet auf dem Handy soll bald zum Alltag werden. "Mobiles Internet ist ein Megatrend im Jahr 2007", sagte der Chef der Telekom-Mobilfunksparte T-Mobile, Hamid Akhavan, auf der Branchenmesse 3GSM in Barcelona. Dazu müssten, wie Yahoo!-Manager Marco Boerries betonte, Dienste angeboten werden, die die Menschen jeden Tag nutzen und für die sie bereit sind, Geld zu bezahlen.

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Angesichts des Rückgangs der Gesprächskosten stehen auch die deutschen Mobilfunkanbieter unter Druck, neue Erlösquellen zu erschließen. Auf Datendienste setzen etwa T-Mobile, Vodafone und O2. Dabei könnten die Erlöse aus der Internet-Werbung Spielraum verschaffen, um die derzeit noch hohen Tarife für Datendienste zu senken.

Bei der Telekom habe sich der Datenverkehr 2006 verachtfacht. Der Umsatz mit Datendiensten betrug eine Milliarde Euro, sagte Akhavan. Zwar bringe die Sprachtelefonie noch immer den Hauptumsatz, das Geschäft mit dem mobilen Internet werde aber deutlich wachsen. Der Telekom sei bewusst, dass die hohen Tarife für die Datennutzung weiterhin eine Barriere seien.

Die Billiganbieter Simyo und blau.de hatten kürzlich die Kosten für das Herunterladen von Daten massiv gesenkt und damit den Druck auf die Konkurrenz erhöht. "Die anderen Unternehmen werden nun nachziehen müssen", sagte Martin Gutberlet von der Marktforschungsfirma Gartner.

Vom mobilen Internet will auch Vodafone profitieren. Der nach Umsatz weltgrößte Handy-Konzern schloss dazu Kooperationen ab, unter anderem mit dem Internetportal MySpace. "Das Internet auf dem Handy wird bald Alltag sein", betonte auch Yahoo!-Manager Boerries. Derzeit würden die meisten Kunden ihr Handy nur zum Telefonieren und für Kurznachrichten (SMS) nutzen. Als Schlüssel für die Verbreitung von mobilen Datendiensten sehe Yahoo! die Suchmaschinen im Internet. Das Unternehmen hat bereits mobile Werbung in 19 Ländern gestartet.

Bei dem Yahoo!-Konkurrenten Google ist man etwas skeptischer, was das Tempo angeht. Entscheidend für einen Durchbruch sei, Geräte und Dienste in Kombinationen auf den Markt zu bringen, "die einfach jeder haben will", sagte der zuständige Manager Jim Holden. "Vielleicht sehen wir das im kommenden Jahr." Dazu müssten jedoch zunächst innovative Formate für die mobilen Dienste entwickelt werden.

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