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Innere Medizin

Körperlich aktiv gegen internistische Erkrankungen

Bewegung beeinflusst die physiologischen Prozesse im Körper positiv, und zwar beim kranken wie beim gesunden Menschen gleichermaßen.

Veröffentlicht:

Wie wirkt sich körperliches Training bei KHK-Patienten auf die Gefäße aus? Auf welche Weise wirkt regelmäßige Bewegung bei Typ-2-Diabetikern der Atherosklerose entgegen? Den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu solchen Fragen fassen Professor Klaus-Michael Braumann aus Hamburg und Dr. Niklas Stiller aus Düsseldorf in dem Buch "Bewegungstherapie bei internistischen Erkrankungen" zusammen.

Im ersten Teil geht es um die Differenzierung von Ausdauer-, Kraft-, Beweglichkeits- und Koordinationstraining sowie um die Wirkung körperlicher Aktivität auf das Immunsystem. Stichworte sind hier Hitzeschockproteine, Immunglobuline und Zytokine sowie Insulinresistenz und Krebsprävention.

Im zweiten Teil des Buches werden die Effekte von Bewegungstherapie bei unterschiedlichen Erkrankungen vorgestellt, wobei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und metabolische Störungen im Vordergrund stehen. Ein Kapitel zu administrativen Rahmenbedingungen, Verordnungs- und Abrechnungsmöglichkeiten rundet das Buch ab.

Die Herausgeber räumen ein: Patienten müssen, um regelmäßige körperliche Aktivität zu beginnen und diese dann konsequent beizubehalten, oft offenbar beträchtliche Widerstände überwinden. Dementsprechend stellen sie ihrem Buch im Vorwort auch Gedanken zur Compliance bei Bewegungstherapie voran.

Vielleicht ist die Compliance von Patienten aber gleich besser, wenn ihr Doktor in puncto körperliche Aktivität nicht nur mit gutem Beispiel vorangeht, sondern auch etwa mit Hilfe von Grafiken im Buch, zum Beispiel zum Effekt körperlicher Aktivität auf Enzyme in den Muskeln von Diabetikern, klar macht, wie viel Wissenschaft mittlerweile schon hinter der Empfehlung zu regelmäßiger körperlicher Aktivität steht.

Braumann, Klaus-Michael; Stiller, Niklas (Hrsg.), 2010; 271 S., 34 Abb., Hardcover, 39,95 Euro, ISBN: 978-3-642-01331-7

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