"Pädagogisch verfehlt oder unsinnig?" Vielleicht!

RTL muss wegen der Sendung "Erwachsen auf Probe" nicht mit einer Klage rechnen.

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KÖLN (stg). Nun muss doch keiner vor Gericht: Trotz Dutzender Strafanzeigen aus ganz Deutschland hat die Staatsanwaltschaft Köln ihr Ermittlungsverfahren wegen der umstrittenen RTL-Dokumentarreihe "Erwachsen auf Probe" eingestellt. Das sagte jetzt Oberstaatsanwalt Rainer Wolf zur "Ärzte Zeitung".

Wochenlang hatten Politiker und Kinderschützer gegen die neue Serie protestiert, bei der zunächst Babys und dann auch ältere Kinder tagelang von jugendlichen Pärchen betreut werden (wir berichteten). Die leiblichen Eltern sind zwar immer in der Nähe, doch können die Babys dies nicht wissen, so dass sie nach Ansicht von Kritikern unnötige Trennungsängste erleben.

Nach diversen, meist gleichlautenden Strafanzeigen hatte die Kölner Staatsanwaltschaft zunächst Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Senders und gegen die beteiligten Eltern eingeleitet. Geprüft wurde, ob die Beschuldigten eine Körperverletzung begangen oder die Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern verletzt haben.

Möglicherweise, so räumt Ermittler Wolf ein, könne man zwar sagen, dass die Sendung "pädagogisch verfehlt oder unsinnig" sei. "Aber wir nehmen keine inhaltliche Kontrolle vor, sondern müssen nur prüfen, ob Straftatbestände erfüllt wurden". Und das sei hier nicht der Fall.

Nach Wolfs Ansicht ist die Situation der beteiligten Kinder nicht wesentlich anders, als wenn sie vorübergehend einem Babysitter anvertraut würden.

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