Daten der IKK Südwest
Pflegeberufe besonders betroffen: Hitze führt zu Anstieg von Krankmeldungen
Es ist wieder heiß. Vor allem Pflege- und Sozialberufen machen hohe Temperaturen zu schaffen. Was die Auswertung einer Krankenkasse noch ergibt.
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Auffällig: Bei der IKK Südwesten waren aufgrund der Hitze die AU-Bescheinigungen in zwei Berufsgruppen besonders hoch.
© Sina Schuldt/dpa
Mainz. In diesem Hitzesommer haben sich laut Krankenkasse IKK Südwest viele Menschen krankgemeldet. Anfang Juni sei die Zahl der Neufälle bei ihren Versicherten in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland innerhalb von einer Woche um mehr als 50 Prozent auf insgesamt rund 10.400 gestiegen, teilte die Kasse mit.
Dieses hohe Niveau habe sich auch in den folgenden Wochen gehalten. Erst Ende Juni, Anfang Juli seien die Zahlen spürbar zurückgegangen. Der sprunghafte Anstieg der Arbeitsunfähigkeiten geht laut IKK Südwest „ganz überwiegend auf hitzebedingte Diagnosen“ zurück.
Am stärksten hätten dabei Erkrankungen des Atemsystems mit einem Plus von gut 36 Prozent zugenommen: Ein Befund, der auf die erhöhte Ozon- und Feinstaubbelastung bei Hitze zurückgeführt werden könne. „Diese können Atemwegsbeschwerden verschlimmern oder neu auslösen“, hieß es.
Auf einen Blick
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Vor allem Pflege- und Sozialberufe betroffen
„Hitze ist kein Randthema mehr, sondern ein handfestes gesundheitspolitisches Risiko“, sagte der Chef der IKK Südwest, Jörg Loth. In allen drei Bundesländern habe sich der gleiche Ausschlag zum gleichen Zeitpunkt gezeigt. Besonders vom Anstieg der Krankmeldungen betroffen seien Pflege- und Sozialberufe.
„Wenn Pflegekräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder Beschäftigte in sozialen Berufen an vorderster Front die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels ausbaden müssen, dann reichen unverbindliche Empfehlungen nicht mehr aus.“ Es brauche jetzt „verbindliche Hitzeschutzstandards in Betrieben und Einrichtungen“, forderte Loth. (dpa)







