Unwetterkatastrophe

Weitere Helfer und mobile Praxen für Hochwassergebiete

Die Lage nach den schweren Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz bleibt auch am Freitag angespannt. Die Nachbarländer senden weitere Einsatzkräfte in die betroffenen Regionen. Auch im Gepäck: zwei mobile Arztpraxen für Düsseldorf.

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16.07.2021, Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Ein Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr fährt über eine überflutete Straße.

Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Ein Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr fährt über eine überflutete Straße.

© Marius Becker / dpa

Mainz/Wiesbaden/Düsseldorf/Bad Nenndorf. Die Hochwasserkatastrophe im nördlichen Rheinland-Pfalz hat mindestens 50 Menschen das Leben gekostet. Die Lage ist nach den Worten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) „weiterhin extrem angespannt“. Innenminister Roger Lewentz (SPD) erwartet, dass bei den Bergungsarbeiten weitere Tote gefunden werden. Es werde von bis zu 100 Vermissten ausgegangen. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Unwettertoten auf mindestens 43 gestiegen, wie das NRW-Innenministerium am Freitag auf Anfrage in Düsseldorf mitteilte.

Dreyer: Einsatzkräfte leisten „Unglaubliches“

Die Einsatzkräfte hätten bei der Rettung von Menschen „Unglaubliches“ geleistet, sagte Dreyer. Noch sei die Situation im Land vor Ort „dramatisch“. Die Zerstörung sei „einfach immens“. Und man müsse am heutigen Tag auch mit der Lage umgehen, dass Menschen jetzt ohne Hab und Gut dastünden. Auch sei die Infrastruktur in vielen Gemeinden zerstört.

Auch am Freitag wurden weitere Hilfskräfte aus anderen Regionen in die betroffenen Gebiete entsandt. Mehr als 800 ehrenamtliche Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz. „Für unseren Verband ist das eine der größten Herausforderungen in seiner Geschichte“, sagte DLRG-Präsident Achim Haag am Freitag.

DRK bringt zwei mobile Praxen nach Düsseldorf

Während die DLRG-Spezialisten bei Evakuierungen und dem Sichern von Deichen unterstützen, kümmern sich Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Hessen auch um die psychische Erstbewältigung des Geschehens bei Betroffenen und Einsatzkräften.

Rund 160, überwiegend ehrenamtliche, Helfer habe das DRK Hessen entsandt, heißt es. Diese sind aber auch für die Sicherstellung von Verpflegung und Gesundheitsversorgung vor Ort zuständig. Zudem würden aus Berlin zwei mobile Arztpraxen abgeholt und nach Düsseldorf gefahren, sagte eine Sprecherin des DRK. (dpa)
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