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Geburtenrückgang

Zahl der Geburten sinkt 2025 auf niedrigsten Stand der Nachkriegszeit

Das Geburtendefizit erreicht mit rund 352.000 weniger Geburten als Sterbefällen neuen Höchststand. Der Geburtenrückgang ist im Osten weiterhin stärker als im Westen.

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Wiesbaden. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,4 % Neugeborene weniger als im Vorjahr (2024: 677.117 Geburten).

Damit sank die Geburtenzahl im vierten Jahr in Folge und erreichte den niedrigsten Stand seit 1946. Die Zahl der Sterbefälle (rund 1,01 Millionen) überstieg die Zahl der Geburten im Jahr 2025 um 352.000. Das war laut Destatis das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit.

Die niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre ergeben sich aus zwei Entwicklungen: Das Eintreten der zahlenmäßig kleinen 1990er-Geburtsjahrgänge in das wichtige fertile Alter von Anfang 30 und die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer, heißt es weiter.

Die Struktur der Geburten nach der Geburtenfolge blieb im Jahr 2025 stabil. Von allen geborenen Babys waren 46,6 % die ersten Kinder, 34,8 % die zweiten Kinder und 18,6 % die dritten oder weiteren Kinder im Leben der Mutter.

Hamburg einziges Bundesland mit Geburtenanstieg

Wie in den Vorjahren sank die Geburtenzahl 2025 gegenüber 2024 in den östlichen Bundesländern mit minus 4,5 % stärker als in den westlichen Bundesländern mit minus 3,2 %.

Unter den Bundesländern verzeichnete nach den vorläufigen Ergebnissen ausschließlich Hamburg mit plus 0,5 % einen leichten Geburtenanstieg. Den stärksten Geburtenrückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit minus 8,4 %, so Destatis.

Einen Rückgang der Geburtenzahlen im Jahr 2025 melden laut vorläufigen Ergebnissen auch andere Staaten der Europäischen Union, darunter Frankreich, Österreich, Italien und Schweden. In Spanien, den Niederlanden und Finnland zeichnet sich dagegen eine Stabilisierung der Geburtenzahlen ab. (eb)

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