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Gesundheitsforum

BMG hofft auf "Selbstheilung des Systems"

BMG-Staatssekretärin Widmann-Mauz: Nach der Effizienzsteigerung kommt jetzt die Qualitätsorientierung.

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MÜNCHEN. Das deutsche Gesundheitswesen ist nach Auffassung von Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesgesundheitsminister, nicht nur "weitaus besser" als sein Ruf, sondern auch höchst anpassungsfähig. Das sei im Wesentlichen der Selbstverwaltung zu verdanken, erklärte die CDU-Politikerin beim Bayerischen Gesundheitsforum in München.

Um den Herausforderungen, denen das Gesundheitssystem ausgesetzt ist, gerecht werden zu können, müssten die "Selbstheilungskräfte des Systems" stärker als bisher genutzt werden, betonte Widmann-Mauz.

Deshalb wolle die Koalition die Qualitätsorientierung im Gesundheitswesen verbessern. Nach Jahren der Effizienzsteigerung meist aus ökonomischen Gründen müsse jetzt der Blick verstärkt auf die Qualität gerichtet werden, forderte Widmann-Mauz.

Notwendig sei auch eine stärkere Patientenorientierung im Gesundheitswesen. Die Patienten sollten mehr Möglichkeiten haben, sich entsprechend ihren Bedürfnissen im System bewegen zu können. Dabei seien Servicequalität, Transparenz und die Sichtweise auf die Sektorengrenzen wichtige Aspekte, so Widmann-Mauz.

Angesichts der demografischen Entwicklung werde der Bedarf an medizinischen Leistungen weiter steigen, während das zur Verfügung stehende Personal nicht in gleichem Maße wachsen werde, so Widmann-Mauz.

Dafür müssten die vorhandenen Ressourcen intelligent eingesetzt und die Gesundheitsberufe sollten "näher zueinandergebracht" werden. Überkommene Strukturen müssten abgeschafft und das, was in der Praxis gelebt wird, etwa bei der Delegation ärztlicher Leistungen, auf gesunde Füße gestellt werden.

Eine wichtige Rolle werde dabei das Krankenhaus spielen, "weil es ein Anker im Gesundheitssystem ist", so Widmann-Mauz. Voraussichtlich im zweiten Quartal werde die Krankenhaus-Reformkommission ihre Arbeit aufnehmen. (sto)

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