Bayer hält Warnungen von Kinderärzten für unbegründet

KÖLN (acg). Der Bayer-Konzern hat Kritik nordrhein-westfälischer Kinder- und Jugendmediziner an der Kohlenmonoxid-Pipeline zwischen Krefeld und Dormagen zurückgewiesen.

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Vorstandsmitglied Dr. Tony Van Osselaer und Dr. Jürgen Hinderer, der beim Konzern zuständig für Technologie und Sicherheit ist, halten die Vorwürfe für unbegründet. Die Pädiater aus dem Kreis Mettmann haben in einem Offenen Brief an die nordrhein-westfälische Landesregierung sowie Konzern-Chef Werner Wenning vor der Inbetriebnahme der Leitung gewarnt (wir berichteten). Die Sicherheitsmaßnahmen seien unzureichend, und bei einem Unfall sei keine Rettung der Betroffenen möglich, kritisieren sie.

"Pipelines sind sowohl unter Sicherheits- als auch unter Umweltaspekten das beste Transportmittel für viele flüssige und gasförmige Stoffe", entgegnen Van Osselaer und Hinderer. "Für die CO-Pipeline zwischen den Standorten Dormagen und Krefeld-Uerdingen wurde ein Sicherheitskonzept entwickelt, das die bisherigen Standards und gesetzlichen Regelungen übertrifft." Bayer betont, ausreichend Erfahrung im sicheren Umgang mit Kohlenmonoxid zu haben und verweist auf Sicherheitsmaßnahmen wie den tiefen Einbau der Leitung in den Boden oder die Installation mehrerer Leckage-Erkennungssysteme.

In dem Brief weisen Van Osselaer und Hinderer die Kritik der Ärzte als falsch zurück, im Fall einer Störung liege es im Ermessen Bayers, die Öffentlichkeit zu informieren. "Richtig ist, dass das Unternehmen innerhalb einer Minute Umfang und Ort der Leckage feststellen, Sofortmaßnahmen einleiten und unverzüglich die Behörden einschalten muss."

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