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Transplantation

Bayern unter der Lupe

Die mutmaßlichen Schummeleien bei Lebertransplantationen haben Bayern aufgeschreckt. Jetzt kommt im Freistaat jedes Zentrum unter die Lupe - unter Federführung eines Experten aus Wien.

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Ein Organ zum Leben retten: In Bayern werden jetzt sämtliche Transplantationszentren untersucht.

Ein Organ zum Leben retten: In Bayern werden jetzt sämtliche Transplantationszentren untersucht.

© Mathias Ernert

MÜNCHEN (sto). Die vom Bayerischen Wissenschaftsministerium berufene Expertenkommission zur Überprüfung der Transplantationszentren im Freistaat hat am Freitag ihre Arbeit aufgenommen.

Ziel der Kommission sei es, Abläufe und Strukturen zu prüfen und zu vergleichen sowie Prozessverbesserungen zu erarbeiten, erklärte deren Vorsitzender, Professor Ferdinand Mühlbacher.

Er ist Leiter der Uniklinik für Chirurgie und Leiter der Klinischen Abteilung für Transplantation der Medizinischen Universität Wien.

Der Kommission gehören neben Mühlbacher Vertreter der Bayerischen Landesärztekammer sowie des Bayerischen Wissenschafts- und des Gesundheitsministeriums an. Außerdem ist jeweils ein Vertreter der Universitätsklinika dabei.

Diese wurden nach Angaben des Ministeriums so ausgewählt, dass verschiedene in die Transplantationen involvierte Fachdisziplinen abgedeckt sind.

Abschluss noch in diesem Jahr

Grundlage für die Arbeit der Expertenkommission seien zum einen die internen Prüfberichte und Strukturpapiere, die die Transplantationszentren in den vergangenen Wochen erstellt haben.

Zum anderen sollen die aktuellen Wartelisten der Zentren überprüft werden, teilte das Wissenschaftsministerium mit. Hintergrund sind die Unregelmäßigkeiten in der Vergangenheit bei Lebertransplantationen.

In den nächsten Wochen werde die Kommission jedes Lebertransplantationszentrum jeweils einen Tag besuchen. Dabei sollen Strukturen, Abläufe, Dokumentation und Kommunikationswege durchleuchtet werden, hieß es.

Die Besuche der fünf Transplantationszentren sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ein Abschlussbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen soll dann im kommenden Jahr vorgelegt werden.

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