Schwerstkranke

Berlin tritt Charta mit allen Verbänden bei

Das Land ist der bundesweiten Charta zur Betreuung Sterbender nach 2013 erneut beigetreten.

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BERLIN. Das Land Berlin ist erneut der bundesweiten "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" beigetreten. Die Erklärung unterzeichneten außer Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) auch Vertreter von Hospiz- und Palliativverband, Ärztekammer, KV, Landeskrankenhausgesellschaft, Kassen und Wohlfahrtsverbänden.

Damit haben sich nun alle maßgeblichen Institutionen des Berliner Gesundheitswesens verpflichtet, die Handlungsempfehlungen der Nationalen Strategie zur Betreuung Schwerstkranker und Sterbender zu unterstützen. Diese Handlungsempfehlungen gab es noch nicht, als der frühere Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) die Charta 2013 unterzeichnete. Damals saßen zudem nur die Landesärztekammer und das Diakonische Werk mit am Tisch.

Die Handlungsempfehlungen zielen in erster Linie darauf, dass alle Menschen in Berlin gerechten Zugang zu einer würdevollen Begleitung und bedarfsgerechten Versorgung am Lebensende erhalten. "Bei dem Bekenntnis soll es nicht bleiben. Wir wollen die Charta ganz konkret umsetzen und die unterschiedlichen Akteure zu den einzelnen Themen an einen Tisch bringen", kündigte Gesundheitssenatorin Kolat an.

Für die KV Berlin unterschrieb der Vorstandsvize Dr. Burkhard Ruppert. "Die letzte Lebensphase selbstbestimmt und in Würde begehen zu können, ist der Wunsch aller Menschen, vielen wird dieses Recht aber leider noch verwehrt", so Ruppert. Ziel sei es, dass sich der Konsens über die Rechte sterbenskranker Menschen in den Versorgungsstrukturen wiederfinde. Die Unterzeichnung in Berlin erfolgte am Freitag bei der Eröffnung der 20. Berliner Hospizwoche. Sie bietet bis zum 28. September verschiedene Veranstaltungen für Fachleute, Ehrenamtliche und für die gesamte Bevölkerung.

Fast 2000 Ehrenamtliche sind Angaben zufolge im Hospiz-Bereich in Berlin tätig.(ami)

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