Besserer Schutz vor Dumping-Löhnen in der Pflege

BERLIN (hom). Die Pflegebranche wird in das Entsendegesetz für branchenspezifische Mindestlöhne aufgenommen.

Veröffentlicht:

Darauf hat sich die Koalitionsarbeitsgruppe Mindestlohn unter der Leitung von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) verständigt. Konkret geht es um etwa 700 000 Beschäftigte der ambulanten, teilstationären und stationären Altenpflege sowie der ambulanten Krankenpflege, teilte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums auf Anfrage mit.

Die Beschäftigten sollten durch eine Lohnuntergrenze vor Dumpinglöhnen geschützt werden. Wo genau der Mindestlohn in der Pflegebranche liegen soll, sei noch nicht entschieden worden.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann, begrüßte die Aufnahme der Pflege ins Entsendegesetz. "Menschen, die mit viel Engagement Dienste am Menschen erbringen, dürfen nicht ausgebeutet werden." Der Geschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), Franz Wagner, sagte, der Pflege-Mindestlohn müsse "deutlich über 7,50 Euro" liegen. Ähnlich äußerte sich Thomas Meißner vom Anbieter-Verband AVG. "Ein Mindestlohn von 7,50 Euro für eine examinierte Krankenschwester wäre absurd." Die Kassen forderte er auf, "wirtschaftlich vertretbare Entgelte" für Pflegeleistungen zu zahlen. "Das würde schneller zu besseren Arbeitsbedingungen und Löhnen führen."

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gesetzliche Unfallversicherung

Arbeitsunfall: Was bei der Schmerzversorgung gilt

RCTs und Real-World-Evidenz

Wie gut die RSV-Impfung bei Erwachsenen wirkt – und ankommt

Lesetipps
Schrörs

© Porträt: Antje Boysen/DEGAM | Sp

Sie fragen – Experten antworten

Brustkrebspatientin gegen Herpes zoster impfen?