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Beunruhigende Tendenz

Brandenburg: Ärztekammer verurteilt Gewalt an Kliniken

Kammerpräsident Frank-Ullrich Schulz beunruhigt die Zunahme von Übergriffen in Praxen und Krankenhäusern.

Veröffentlicht:

Potsdam. Brandenburgs Landesärztekammer verurteilt die zunehmende Gewalt in Krankenhäusern und in der Ambulanz in Brandenburg. Die Zahl der „gefährlichen“ und „schweren“ Körperverletzungen in Krankenhäusern stieg zwischen 2020 und 2023 von 15 auf 24, insgesamt wurden 2023 125 Körperverletzungen erfasst. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums hervor.

Wie es in einer Stellungnahme heißt, unterstütze die Landesärztekammer den Gesetzesentwurf zur Änderung des Paragrafen 115 des Strafgesetzbuches, der kürzlich vorgelegt wurde, ausdrücklich. Er sieht vor, Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Personal besser vor Gewalt zu schützen und Angriffe schärfer zu ahnden.

„Die zunehmende Gewalt in Krankenhäusern und auch in Arztpraxen zeigt eine beunruhigende Entwicklung auf und bringt Unsicherheit und Angst in die Gesundheitsversorgung“, sagt der Präsident der Landesärztekammer, Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz. „Die geplanten gesetzlichen Änderungen sind ein erster Schritt, um dem Personal, das sich täglich im ambulanten und stationären Bereich für das Gemeinwohl einsetzt, besseren Schutz zu gewährleisten.“

Unerlässlich sei jedoch neben einer Anpassung des Gesetzes eine konsequente Strafverfolgung und Aufklärung der Angriffe. (lass)

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