Gesundheitspolitik international

Britanniens Ärzte fürchten Tough-Girls

LONDON (ast). Der Arztberuf in Großbritannien ist nicht länger eine Männer-Domäne. Sechs von zehn Medizinstudenten im Königreich sind heute weiblich. Tendenz: weiter steigend.

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Der britische Ärztebund (British Medical Association, BMA) prophezeit, dass Praxen und Kliniken im Königreich innerhalb der nächsten zehn Jahre "noch viel weiblicher" werden, sagte ein BMA-Delegierter beim dem Ärztetag im schottischen Edinburgh.

Freilich: die BMA lehnte einen Antrag ab, männliche Medizinstudenten bei der Bewerbung um Klinik- und Ausbildungsstellen künftig zu bevorzugen. Befürworter hatten argumentiert, das britische Schul- und Hochschulsystem diskriminiere junge Männer, da Lerninhalte und -ziele "heute zu sehr an Frauen orientiert" seien.

Die BMA-Jahresversammlung votierte aber dafür, die derzeitigen Ausbildungsbestimmungen und Prüfungen nicht männerfreundlicher zu gestalten. Frauen und Männer müssten gleich behandelt werden, so die BMA. "Ich rechne damit, dass das traditionelle Old-boys-network in den Kliniken und Praxen in den kommenden Jahren durch ein neues New-girls-network ersetzt wird", so ein BMA-Delegierter.

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