Pflegebeitrag

Bundestag regelt den Beitragssprung

Veröffentlicht: 07.11.2018, 08:55 Uhr

BERLIN. Am Donnerstagabend wird der Bundestag die kräftige Beitragserhöhung in der Pflege auf den Weg bringen. Das „5. Gesetz zur Änderung des SGB XI“ wird dann in erster Lesung beraten. „Mehr Menschen haben die unterschiedlichen Leistungsverbesserungen in Anspruch genommen als ursprünglich erwartet“, heißt es in der Begründung.

Ab Anfang kommenden Jahres soll der Beitragssatz dann 3,05 Prozent (Kinderlose: 3,3 Prozent) betragen, 0,5 Punkte mehr als bisher. So sollen zusätzlich jährlich 7,6 Milliarden Euro in die Pflegekassen kommen. Das werde Beitragssatzstabilität bis ins Jahr 2022 ermöglichen. Bund, Länder und Gemeinden als Arbeitgeber kostet die Erhöhung jährlich 255 Millionen Euro.

Auch die Rentenversicherung ist indirekt betroffen, denn durch die geplante Festschreibung des Sicherungsniveaus vor Steuern auf 48 Prozent ergeben sich für den Bundeshaushalt allein im Jahr 2023 Mehrausgaben in Höhe von 700 Millionen Euro. Die Mehrbelastung für private Arbeitgeber durch den höheren Beitragssatz wird für 2019 auf 2,1 Milliarden Euro beziffert.

Der GKV-Spitzenverband hat die „reflexhafte Anhebung des Beitragssatzes“ gerügt, da nicht die Möglichkeit eines Bundeszuschusses geprüft worden sei. (fst)

Mehr zum Thema

Debatte um DRG in der Jugendmedizin

Bundesrat: Tabakwerbeverbot kommt – Weg frei für ePA

Fachkräftemangel

Pflegeausbildung in Vietnam und Deutschland

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Mammogramm: Trotz vollständiger operativer Entfernung eines DCIS ist das Risiko, langfristig an Brustkrebs zu sterben stark erhöht, - besonders hoch ist es bei jung erkrankten sowie dunkelhäutigen Frauen.

Therapiestrategie überdenken

Nach DCIS steigt brustkrebsbedingte Sterberate

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Debatte um DRG in der Jugendmedizin

Bundesrat: Tabakwerbeverbot kommt – Weg frei für ePA

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden