CSU will regionale Komponente bei der GKV-Finanzierung

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (sto). Im Dauerstreit der Koalition um die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung hat die CSU jetzt ein eigenes Konzept vorgelegt.

Neben einem gleichen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitrag soll es einen prozentualen Zusatzbeitrag vor, den die Versicherten alleine bezahlen. Dieser würde ersten Berechnungen zufolge im Durchschnitt bei etwa 1,5 Prozent liegen und soll vom Arbeitgeber direkt an die jeweilige Krankenkasse abgeführt werden.

Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder nannte das Modell schlüssig, da es auf gewachsenen und funktionierenden Strukturen aufbaut. Der von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen finanzierte Kassenbeitrag solle in den Gesundheitsfonds fließen, während der individuelle Zusatzbeitrag direkt an die Kasse geht. Das ermögliche Wettbewerb und mache den Sozialausgleich über das Steuersystem überflüssig. Auch die Verteilung der Finanzmittel aus dem Gesundheitsfonds soll nach dem Zeitungsbericht geändert werden.

Beim Morbi-RSA will die CSU eine Rgeionalkomponente: Bayern, wo ein höheres Versorgungsniveau besteht, soll einen Zuschlag aus dem Fonds erhalten.

BMG-Staatssekretär Daniel Bahr (FDP) lehnte gestern die CSU-Pläne ab. Sie seien bereits in den Koalitionsverhandlungen verworfen worden, weil sie eine Rückkehr zum alten intransparenten Finanzierungssystem bedeuteten. Mit dem CSU-Konzept kämen milliardenschwere Mehrbelastungen auf die Versicherten zu, ohne dass dadurch die Finanzierung stabiler werde. Deshalb habe sich die Koalition für einkommensunabhängige Beiträge und einen Sozialausgleich über das Steuersystem verständigt, so Bahr.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Veränderung bedeutet nicht immer Verlust

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft

Lesetipps
Nahaufnahme der Hände eines Labortechnikers mit einem Röhrchen mit einer Blutprobe darin aus einem Gestell mit anderen Proben.

© angellodeco / stock.adobe.com

Kasuistik

Massiv erhöhter CA-19-9-Wert weckt falschen Krebsverdacht