Ärztetag

Debatte um künftige Gremienstruktur der BÄK vertagt

Veröffentlicht: 14.05.2015, 15:15 Uhr

Die Bundesärztekammer muss die Zahl der Gremien aus finanziellen Gründen reduzieren. Nur wo sparen?

FRANKFURT/MAIN. Im Zuge der Finanzdiskussion in der Bundesärztekammer hat eine Arbeitsgruppe die Gremienstrukturen der Selbstverwaltung analysiert.

Der Vorschlag der von Dr. Simone Heinemann-Meerz (Präsidentin in Sachsen-Anhalt) und Dr. Heidrun Gitter (Präsidentin in Bremen) geleiteten Arbeitsgruppe zielt vor allem auf eine Straffung der Gremien von bisher 37 auf 24 Ausschüsse ab.

Ihr Ziel: "Strukturen verschlanken, ohne dass Themen verloren gehen", sagte Heinemann-Meerz vor den Delegierten. Nach ihren Vorschlägen würden dabei die Deutsche Akademie für Allgemeinmedizin, die Deutsche Akademie für Gebietsärzte und der Deutsche Senat für ärztliche Fortbildung aufgelöst und in neue Strukturen überführt. Damit könnten Personalkosten eingespart werden.

Dagegen regte sich heftige Kritik der Delegierten: "Die Diskussion um die Akademien beschäftigt die Bundesärztekammer", sagte ein Delegierter, andere stellten die Frage, ob die Umstrukturierung wirklich wie gewünscht Geld einspart.

"Viele von uns sind durch die Arbeit in den Akademien an die Berufspolitik und Selbstverwaltung herangeführt worden. Das sollten wir nicht zerstören", meinte ein anderer. "Wir wollen nichts zerschlagen, wir wollen die Arbeitsfähigkeit erhalten", wehrte sich Heinemann-Meerz gegen die Vorwürfe.

Mandate verlängert

Dicht dran am Deutschen Ärztetag

Die "Ärzte Zeitung" ist für Sie beim 118. Deutschen Ärztetag vom 12. bis 15. Mai direkt "am Ball" - live und auch in Farbe:

Videos von allen wichtigen Events

Twitter live vom Geschehen über #daet15 oder www.twitter.com/aerztezeitung.

Unsere aktuellen Berichte im Überblick: www.aerztezeitung.de/aerztetag15

Die Delegierten verlängerten die Mandate der Mitglieder der Akademien um ein Jahr - dann, auf dem Ärztetag in Hamburg 2016, so der Beschluss, soll "ein Konzept über das Ob und Wie der inhaltlichen und finanziellen Ausgestaltung der Überführung" in die einheitliche Gremienstruktur vorgelegt werden.

In der Haushaltsdebatte beschlossen die Delegierten ebenso, dass im im Etat der Bundesärztekammer angemessene Finanzmittel zur "notwendigen zukünftigen kontinuierlichen Betreuung und Bearbeitung der GOA" bereit gestellt werden.

Abgelehnt haben die Delegierten Vorschläge, den Tagungsort für die nächsten zehn Jahre auf Berlin zu konzentrieren.

Beim kommenden Ärztetag in Hamburg sollen die Finanz-Gremien der BÄK "kostenreduzierende Alternativkonzepte zur derzeitigen Praxis der Ausrichtung der Deutschen Ärztetage" vorlegen. (bee)

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Plasmaspende als Therapie bei COVID-19?

Studie mit schwer Erkrankten

Plasmaspende als Therapie bei COVID-19?

Was die Corona-Pandemie für Krisenregionen bedeutet

„ÄrzteTag“-Podcast

Was die Corona-Pandemie für Krisenregionen bedeutet

Warum die Krebsrate bei jungen Menschen steigt

Präventionsdefizit

Warum die Krebsrate bei jungen Menschen steigt

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden