Pflege

Demonstration gegen die AOK Nordost

Wohlfahrtsverbände in Berlin klagen über die Vergütungspolitik der AOK Nordost für Pflegedienste. Am Freitag wollen sie ihren Protest fortsetzen. Die Kasse fördert unterdessen verstärkt pflegende Angehörige.

Veröffentlicht:

BERLIN/TELTOW. Mit einer Demonstration bei der Bundesgesundheitskonferenz setzen die Berliner Wohlfahrtsverbände am Freitag, 5. September, ihren Protest gegen die Vergütungspolitik der AOK Nordost fort.

Die Kasse hat gegen einen Schiedsspruch geklagt, der den Pflegediensten erstmals seit Jahren Vergütungssicherheit bringen sollte. Seitdem protestieren die Verbände unter dem Motto "AOK Nordost knallhart gegen Pflege".

Die Internet-Protestaktion "Es reicht" unterstützen inzwischen mehr als 400 Menschen.

Kliniken schulen pflegende Angehörige

Währenddessen weitet die Kasse ihr Engagement für die Pflege durch Angehörige aus. In Brandenburg hat sie das Projekt "PfiFf - Pflege in Familien fördern" gestartet.

In diesem Rahmen werden Angehörige in Kooperation mit märkischen Kliniken in der praktischen Pflege von pflegebedürftigen Menschen zu Hause geschult und unterstützt.

Ab dem nächstem Jahr soll PfiFf auch in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin angeboten werden. Die PfiFf-Schulungsinhalte sind unter www.aok-pfiff.de zu finden. Geplant ist, dass unter dieser Adresse auch Tipps aus der Praxis abgerufen werden können.

Das Schulungs-Projekt hat inzwischen auch auch der Brandenburgische Sozialminister Günter Baaske (SPD) gewürdigt.

"Pflegende Angehörige verdienen unsere Anerkennung und brauchen vor allem ganz praktische Unterstützung. Die Informationen auf der PfiFf-Homepage sind dabei ein wichtiger und innovativer Beitrag", so Baaske. (ami)

Mehr zum Thema

Gesundheitsministerkonferenz

Holetschek: In Pflege droht Katastrophe

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Derzeit haben rund 400 Ärztinnen und Ärzte in Bayern die Zusatzbezeichnung Homöopathie erlangt. Künftig ist dies nicht mehr möglich.

© Mediteraneo / stock.adobe.com

80. Bayerischer Ärztetag

Bayern streicht Homöopathie aus Weiterbildungsordnung

Nach erfolgreicher Sondierungswoche (v.l.n.r): Robert Habeck und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner am Freitag in Berlin.

© Kay Nietfeld/picture alliance

Update

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit