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Bevölkerungsstudie

Deutschland bei Lebenserwartung im westeuropäischen Vergleich weit hinten

Im westeuropäischen Vergleich rangiert Deutschland bei der Lebenserwartung auf den hinteren Plätzen. Ein Grund: die erhöhte Zahl von Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Berlin. Im Vergleich 16 westeuropäischer Staaten kommt Deutschland bei der durchschnittlichen Lebenserwartung nur hintere Plätze – bei den Männern auf Rang 15, bei den Frauen auf Rang 14. Spitzenreiter bei den Frauen sind Spanien und Frankreich, bei den Männern die Schweiz und Schweden.

Wesentliche Ursache für den Rückstand sei eine erhöhte Zahl von Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, heißt es in einer Studie, die Forschende des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung im „European Journal of Epidemiology“ publiziert haben und die am Mittwoch presseöffentlich gemacht wurde.

Zu viele Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Für die Studie wurden Sterbefälle nach Todesursachen in Deutschland mit sechs ausgewählten Ländern verglichen. Beim Vergleich nach Alter treten bei Männern bereits ab einem Alter von 50 Jahren Rückstände bei der Lebenserwartung gegenüber den Vorreiterländern auf. So verliert Deutschland gegenüber der Schweiz allein fast ein Jahr an Lebenserwartung aufgrund erhöhter Todeszahlen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren.

Bei Frauen erklärt sich der Rückstand dagegen überwiegend aus erhöhter Sterblichkeit in Altern über 65 Jahren. „Dass Deutschland bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zurückliegt, ist Anlass zur Sorge, da diese heutzutage als weitgehend vermeidbar gelten“, kommentierte der Mortalitätsforscher Pavel Grigoriev vom BiB die Ergebnisse.

Die Befunde ließen darauf schließen, dass es Defizite bei der Vorbeugung auch gerade von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gäbe. Zu späte Diagnosen erschwerten zudem eine erfolgreiche Behandlung, erklärten die Forschungsinstitute. (hom)

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