Direkt zum Inhaltsbereich

Diabetiker für Studie zur Unterdruck-Wundtherapie gesucht

KÖLN (iss). Niedergelassene Ärzte haben die Möglichkeit, Patienten mit dem diabetischen Fußsyndrom die Unterdruck-Wundtherapie zur Verfügung zu stellen, ohne sich mit den Krankenkassen über die Kostenübernahme streiten zu müssen: Die Diabetiker können an einer nationalen Studie teilnehmen.

Veröffentlicht:
Damit eine Wundtherapie nicht nötig wird: Stimmgabeltest am Fuß eines Patienten.

Damit eine Wundtherapie nicht nötig wird: Stimmgabeltest am Fuß eines Patienten.

© imago/imagebroker

Im Oktober 2011 sind zwei große randomisiert kontrollierte Studien zur modernen Wundtherapie und der Vakuumbehandlung angelaufen.

Neben dem diabetischen Fußsyndrom als chronischer Wunde geht es um iatrogene subkutane abdominelle Wundheilungsstörungen. Bei diesen Indikationen wird die Unterdruck-Wundtherapie mit der Standardwundtherapie verglichen.

Initiiert haben die Studie der Universität Witten/Herdecke (UWH) der Ersatzkassenverband, der AOK Bundesverband und die Knappschaft.

Hausärzte als Zuweiser wichtig

Bis 2014 können bis zu 7000 Versicherte mit der Unterdruck-Wundtherapie versorgt werden. Nach Abschluss der Studie wird der GBA über die Erstattung entscheiden.

"In diese Studien können niedergelassene Haus- und Fachärzte Patienten einschleusen", sagt einer der Studienleiter, Dr. Marcus Redaèlli vom Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der UWH.

Zwar sei das Projekt publiziert und bei mehreren wissenschaftlichen Kongressen vorgestellt worden. Viele Ärzte wüssten aber noch nichts von der Arbeit der Studienzentren.

"Die Hausärzte sind für uns als Zuweiser wichtig", sagt er. Außerdem komme ihnen eine bedeutende Rolle in der Weiterbehandlung zu. "Häufig sind die Kollegen überrascht, wenn Patienten mit einer Vakuumtherapie-Pumpe zu ihnen in die Praxis kommen."

20 Zentren versorgen Patienten mit dem diabetischen Fußsyndrom, 25 Einrichtungen Patienten mit einer post-operativen Wundheilungsstörung am Bauch. In rund einem Fünftel der Zentren wird der Einsatz des Verfahrens bei beiden Indikationen überprüft.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Krankenkassen-Analyse

IKK classic: Weniger Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Cannabis-Blüten auf Kassenrezept sind raus – was sind die Alternativen?

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität