Kommentar

Einmal muss Schluss sein

Von Christoph FuhrChristoph Fuhr Veröffentlicht:

Die Auseinandersetzung um den Ausbau des Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt eskaliert. Erbitterte Anwohner wollen den Lärm der Flieger seit Eröffnung der neuen Landebahn Nordwest nicht länger ertragen.

Radikale Expansions-Befürworter warnen wie Erweckungsprediger vor dem Untergang des Abendlandes, wenn ein weiterer Ausbau gestoppt würde. Und wissenschaftliche Gutachter hauen sich gegenseitig ihre unterschiedlichen Berechnungen über Lärmobergrenzen und Gesundheitsbelastungen um die Ohren.

Befriedigende Lösungen sind nicht abzusehen. Aus ärztlicher Sicht scheint es aber unbedingt nötig, stärker die Zusammenhänge zwischen Lärm und Gesundheit auch überregional in den Fokus zu rücken.

Dies gilt umso mehr, als dass das Problem Fluglärm inzwischen auch in anderen Regionen Deutschlands drastisch an Bedeutung gewonnen hat, etwa im Umfeld des neuen Flughafens im Süden Berlins.

Wer im übrigen in Hessen glaubt, mit jeder weiteren Expansion des weltweiten Flugverkehrs sei der Region auch ein weiterer Ausbau des Drehkreuzes Frankfurt zuzumuten, der lügt sich einen in die Tasche. Einmal muss Schluss sein mit der Expansion. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht.

Lesen Sie dazu auch: Fluglärm entzweit Gutachter Interview: "Fluglärm ist ein Umweltgift" Kommentar: Einmal muss Schluss sein

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