Erste Pflegezeugnisse stehen im Internet

BERLIN (hom). Der Chef des Verbandes der Ersatzkrankenkassen (vdek), Thomas Ballast, hat das jetzt angelaufene Schulnotensystem in der Pflege begrüßt.

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"Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Ballast am Mittwoch in Berlin. Mit Veröffentlichung der ersten Pflegenoten im Internet und in den Einrichtungen werde ein "Quantensprung in Sachen Transparenz" getan. Pflegebedürftige und deren Angehörige bräuchten Informationen, um eine gute Wahl für eine Pflegeeinrichtung treffen zu können.

Ähnlich äußerte sich Berlins Patientenbeauftragte Karin Stötzner. "Wir begrüßen das Schulnotensystem, weil das eine Logik ist, die vielen Menschen vertraut ist." Betroffene, die nach einer Pflegeeinrichtung suchten, täten dies oft mit "großer Angst, weil sie fürchten, dass sie nicht das finden, was sie suchen", so Stötzner.

Nach Angaben von Ballast liegen derzeit Transparenznoten von etwa 2000 Heimen und 260 ambulanten Diensten bei den Pflegekassen vor. Bislang könne die Benotung von 20 Heimen im Internet eingesehen werden. Täglich würden neue Zeugnisse online gehen.

Grundlage der Noten sind Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Künftig soll jede ambulante und stationäre Pflegeeinrichtung in Deutschland einmal unter die Lupe genommen werden. Dabei werden 82 Einzelnoten bei Heimen und 49 Qualitätskriterien bei Pflegediensten erhoben. Daraus werden eine Gesamt- und mehrere Einzelnoten gebildet. Ratsuchende sollten sich vor allem Einzelnoten anschauen, rieten Ballast und Stötzner.

Erste Pflegezeugnisse können eingesehen werden auf: www.aok.de www.pflegelotse.de

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