Direkt zum Inhaltsbereich

Haushaltsnöte der Koalition

FDP-Gesundheitspolitiker Lindemann hält Leistungskürzungen für GKV-Versicherte für unumgänglich

Veröffentlicht:

Berlin. Der FDP-Gesundheitspolitiker Lars F. Lindemann schließt Leistungskürzungen für gesetzlich Krankenversicherte nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts ausdrücklich nicht mehr aus. „Das Dogma von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, dass es keinerlei Leistungskürzungen bei GKV-Versicherten geben darf, können wir nicht aufrechterhalten“, sagte der Bundestagsabgeordnete im Gespräch mit der Ärzte Zeitung.

Der Bund, so Lindemann weiter, werde „darauf achten, dass die Zuschüsse in den Gesundheitsfonds nicht weiter steigen“. Dann stelle sich die Frage, was in der Gesetzlichen Krankenversicherung noch finanziert werden könne und ob die Leistungen „ordentlich vergütet“ seien. Lindemann brachte im Gespräch unter anderem die versicherungsfremden Leistungen ins Spiel, zum Beispiel die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern in der GKV, die von der Privaten Krankenversicherung nicht getragen werde.

„Wir müssen wieder die Kraft aufbringen, klare Prioritäten zu setzen und zu sagen, was man nicht mehr machen kann“, forderte Lindemann, erst recht angesichts noch einer noch nie dagewesenen Höhe der Steuereinnahmen. Hier tue sich die Politik schwer. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2021 hat dazu geführt, dass in den Haushalten 2023 und folgende viele Milliarden Euro fehlen, die nun durch Steuererhöhungen oder durch Ausgabenkürzungen ausgeglichen werden müssen. (ger)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zur Suizidhilfe: Sorgfalt geht vor Routine

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
In Deutschland gibt es immer weniger klinische Forschung. Was Deutschland hingegen zu leisten imstande ist, zeigte sich zuletzt bei der COVID-19-Pandemie: mRNA-basierte Impfstoffe wurden schnell entwickelt und produziert.

© metamorworks / stock.adobe.com

Handlungsempfehlungen

Deutschland-Tempo statt Bürokratie-Trägheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Orthese selten nötig

Das ist bei Sprunggelenksverletzungen zu beachten

Künstliche Intelligenz

Ihre Schritte für den sicheren KI-Einsatz im Praxisalltag

Lesetipps
Eine Frau sitzt auf dem Bett und hält sich eine Wärmflasche auf den Bauch.

© Halfpoint / stock.adobe.com

Schmerzen verhindern

Das sind die aktuellen medikamentösen Ansätze bei Endometriose

Untersuchung des Rückens einer Patientin durch eine Rheumatologin.

© RFBSIP / stock.adobe.com

Wissenswertes für die Praxis

Das ist neu bei axialer Spondyloarthritis