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Patientenschützer

Finanzierung der Pflege steckt in der Krise

Eine Vollkasko-Pflege will der neue Pflegebevollmächtigte Westerfellhaus. Für eine "echte" Teilkasko spricht sich hingegen die Deutsche Stiftung Patientenschutz aus.

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Die Deutsche Stiftung Patientenschutz empfiehlt, dass Pflegebedürftigen künftig einen festen Anteil zahlen - und die Pflegekasse den Rest.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz empfiehlt, dass Pflegebedürftigen künftig einen festen Anteil zahlen - und die Pflegekasse den Rest.

© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

BERLIN. Die Pflegeversicherung muss nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz in eine "echte" Teilkaskoversicherung umgewandelt werden.

Damit widerspricht sie dem neuen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus. Der CDU-Politiker hatte sich beim Dienstantritt am Dienstag für eine Vollkasko-Pflege ausgesprochen.

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Heute zahlen die Pflegekassen nur eine Pauschale zur Pflege. Besonders für Pflegeheimbewohner reicht diese aber hinten und vorne nicht aus." Explodierende Eigenanteile trieben viele in die Sozialhilfe.

Fester Anteil für die Pflegebedürftigen

Brysch empfahl, dass die Pflegebedürftigen künftig einen festen Anteil zahlen. "Und die Pflegekasse muss alle weiteren Kosten übernehmen."

So könne auch die Qualität der Pflege als wichtiger Faktor in die Finanzierung einbezogen werden.

Bis ein neues Modell vorliege, müssten als Sofortmaßnahme die Pflegesachleistungen pauschal um 500 Euro monatlich erhöht werden. Außerdem seien die Leistungen der Pflegekassen "verbindlich und jährlich an die Einkommensentwicklung anzupassen. Zudem braucht gute Pflege genügend Personal. Seit Jahren gibt es Klagen über den Personalnotstand in Pflegeheimen." (dpa)

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