Neubau geplant

Hamburger Ärztehaus wird abgerissen

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Die KV Hamburg baut nach der Trennung von der Kammer nun ein neues eigenes Ärztehaus. Für den Neubau muss voraussichtlich die Umlage erhöht werden.

HAMBURG. Das Hamburger Ärztehaus wird im kommenden Jahr abgerissen, ab März 2015 neu gebaut und soll im Herbst 2016 bezugsfertig sein.

Auf die KV kommen Kosten in Höhe von 37,6 Millionen Euro zu - finanziert über eine Anhebung der Verwaltungskostenumlage.

Eine Alternative zu diesem Plan sehen die Ärzte in der KV-Vertreterversammlung nicht: Einstimmig beauftragten sie den KV-Vorstand, entsprechende Schritte zügig umzusetzen.

Dazu muss bis 20. Dezember der Bauantrag eingereicht werden. Verzögerungen könnten den Preis nach oben treiben.

Keine passenden Mietobjekte auf dem Markt

Zuvor hatte sich die KV umfassend mit Alternativen beschäftigt. Geeignete Miet- oder Kaufobjekte sind nach Angaben von KV-Vorstand Dieter Bollmann nicht auf dem Markt.

Denn die KV benötigt neben viel Büroraum auch Versammlungsstätten und legt hohen Wert auf die Datensicherheit. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes war ebenfalls ausgeschieden.

Das neue Haus wird über fünf Obergeschosse, ausreichend Parkplätze und eine Bruttogeschossfläche von 22.500 Quadratmeter verfügen.

Der Versammlungssaal kann bis zu 250 Menschen aufnehmen, mit Tischen finden 140 Leute Platz.

Das Geld für das neue Domizil soll aus einer höheren Umlage kommen. Die wird nach derzeitigen Berechnungen um 0,15 bis 0,2 Prozent angehoben.

Der Finanzausschuss gab jedoch zu bedenken, dass diese Erhöhung auch bei einer Sanierung des alten Gebäudes angestanden hätte.

Die KV hatte zuletzt alle Sanierungsmaßnahmen ausgesetzt und damit die höhere Umlage hinausgeschoben.

Das Ärztehaus wurde bis vor Kurzem von KV und Kammer gemeinsam genutzt. Die Kammerverwaltung hat ihre verschiedenen Standorte gerade wie berichtet an einem zentralen Standort in der Alstercity gebündelt, der Umzug soll in Kürze abgeschlossen sein.

Teil des Grundstückes gehört der Kammer

Das Ärztehaus steht auf einem Grundstück, das neben der KV der Kammer zu 9,6 Prozent gehört. Die KV strebt nun ein neutrales Wertgutachten an, damit die Körperschaften sich über einen Kaufpreis einigen können.

Für die KV-Verwaltung führt die Entscheidung zu einem zwischenzeitlichen Umzug.

Zur nächsten Vertreterversammlung im November soll der Vorstand unterschriftsreife Verträge zur Miete des Ausweichquartiers vorlegen. (di)

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