Nordrhein-Westfalen

Heftiger Streit um psychiatrische Versorgung

Veröffentlicht:

BONN . Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) übt heftige Kritik an der nordrhein-westfälischen Landesregierung.

Das Land fordere zusätzliche Kapazitäten für die psychiatrische Versorgung, stelle dafür aber nicht die notwendigen Investitionsmittel bereit", sagte Stefan Thewes, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftliche Steuerung beim LVR, auf einer Fachtagung des Verbands in Bonn. "Es besteht dringender Handlungsbedarf."

Er sieht es als originäre Aufgabe des Landes, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Die Kliniken und die Träger könnten das nicht leisten.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium sieht im Krankenhausplan für die psychiatrische Versorgung 2300 zusätzliche Betten und Behandlungsplätze vor. Davon entfallen auf den LVR 188 Betten und 262 Tagesklinik-Plätze, berichtete Thewes. "Für die neuen Kapazitäten entsteht ein Investitionsbedarf von 96 Millionen Euro."

Die jährlichen Abschreibungen bezifferte er mit zwei Millionen Euro. Dem stünden durch die Baupauschalen aber lediglich knapp 367 000 Euro gegenüber. "Ohne Zinsen haben wir eine jährliche Deckungslücke von 1,5 Millionen Euro", sagte er.

Der Landschaftsverband fordert eine deutliche Erhöhung der Fördermittel im NRW-Haushalt. "Wir brauchen ein zusätzliches Investitionsprogramm für die neuen Kapazitäten", betonte Thewes. (iss)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Nie wieder spritzen? Small Molecules wie Orforglipron (C48H48F2N10O5) haben viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Inkretinmimetika, etwa orale Einnahme, leichtere Lagerung und niedrigere Kosten.

© Kassandra / stock.adobe.com

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?