Hoppenthaller tritt zurück vom Rücktritt

MÜNCHEN (fst). Nach den Zugeständnissen der bayerischen Landesregierung nimmt Dr. Wolfgang Hoppenthaller, Chef des bayerischen Hausärzteverbandes, von seinen Rücktrittsplänen Abstand.

Veröffentlicht:

Hoppenthaller hatte im Frühjahr angekündigt, sein Amt aufzugeben, falls das Korbmodell für einen Systemausstieg der Hausärzte in Bayern scheitern sollte.

Zwar ist das erforderliche Quorum beim Korbmodell nicht erreicht, dennoch sieht der Vorstand des Hausärzteverbandes nun eine "andere Situation gegeben". Hintergrund ist die Ankündigung von Politikern, den Paragrafen 73 b SGB V zu ändern, so dass Kassen künftig mit Gemeinschaften von Hausärzten, die mehr als 50 Prozent der Kollegen in einer Region auf sich vereinigen, Verträge schließen müssen.

"Das ist kein Kompromiss, sondern ohne Systemausstieg das unter der geltenden Gesetzeslage für die Hausärzte maximal erreichbare Ergebnis", heißt es in einem Rundfax des Verbands vom Montag. Die Rücktrittsankündigungen Hoppenthallers habe sich im Frühjahr hingegen auf eine Situation bezogen, in der ohne Systemausstieg kein "vertragspolitischer Handlungsspielraum" mehr erkennbar gewesen war - das sei nun anders.

Der Verband erneuerte seine Bitte an die Mitglieder, alle Aktionen gegen die CSU einzustellen. Anderenfalls könnten sich "die Emotionen der Politiker wieder aufschaukeln": "Dann hätten wir alles verloren, unsere Politikfähigkeit, unser Ansehen und unser Verhandlungsmandat", heißt es.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Urogenitale Malignome

Akute Zystitis kann auf künftigen Krebs hinweisen

Lesetipps
Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!

Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen