Arzneimittelpolitik

IQWiG: Nutzen von PET bei Ovarial-Ca ist nicht belegt

NEU-ISENBURG (eb). Mangels Studien gibt es derzeit keine Belege, dass Patientinnen mit Ovarialkarzinom von der PET alleine oder in Kombination mit einer CT einen Nutzen haben. Was die diagnostische Güte betrifft, lassen sich Rezidive in bestimmten Fällen mit PET oder PET/CT früher und genauer erkennen als mit konventionellen bildgebenden Verfahren. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des IQWiG.

Veröffentlicht: 24.05.2012, 14:09 Uhr

Wie das Institut mitteilt, hat es in der Fachliteratur nach Studien gesucht, in denen Auswirkungen der Diagnostik mittels PET oder PET/CT auf gesundheitliche Aspekte untersucht wurden, die für Patientinnen unmittelbar relevant sind.

So könnten die Untersuchungsergebnisse dazu beitragen, dass Patientinnen bessere Überlebenschancen haben, dass ihnen unnötige Ops oder weitere diagnostische Eingriffe erspart bleiben, oder dass sich ihre Lebensqualität verbessert.

Allerdings sei die Suche nach solchen Studien erfolglos geblieben, so dass die Frage nach dem patientenrelevanten Nutzen der PET oder PET/CT unbeantwortet bleiben musste.

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler

Kleiner "Tractatus logico-philosophicus"

R e i n diagnostische Maßnahmen, wie in diesem Beispiel PET oder PET/CT-Untersuchungen beim i. d. R. peritoneal, lymphogen und hämatogen metastasierenden Ovarialkarzinom stehen in direktem Bezug zu "Grading" und "Staging" der Erkrankung.

Sie können als Diagnostikum für die Mortalität, Morbidität und Lebensqualität der Patientinnen n i c h t unmittelbar relevant sein. Es nimmt deshalb nicht Wunder, dass das IQWiG keine Studien finden konnte, nach der reine Untersuchungsverfahren den Patientinnen t h e r a p e u t i s c h weniger OP'' s und diagnostische Eingriffe oder bessere Überlebenschancen und Lebensqualität böten.

Röntgen-Thorax in 2 Ebenen heilt auch keine Pneumonie, Pleuritis oder Pneumothorax, sondern eine rationale, Ursachen und Auslöser reflektierende adäquate Therapie.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM


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