Direkt zum Inhaltsbereich

IQWiG verteidigt Methodenpapier

WIESBADEN (fst). Trotz einhelliger Kritik am Vorschlag einer Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln hält das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) an seinem umstrittenen Methodenentwurf fest.

Veröffentlicht:

Nach führenden Gesundheitsökonomen hat auch die Deutsche Gesellschaft für Klinische Pharmakologie und Therapie das Konzept des IQWiG für die künftige Bewertung von Arzneimitteln attackiert. Professor Wilhelm Kirch von der TU Dresden, Vorsitzender der Fachgesellschaft, fürchtet ein "Tollhaus" in Deutschland bei der Arzneimittelbewertung.

Er fordert vom IQWiG, Studien aller Provenienz heranzuziehen. Mit Blick auf die parallele Arbeit des IQWiG und der gesetzlichen Kassen, die ein "EVITA" genanntes Schnellbeurteilungssystem von Arzneimitteln entwickelt haben, warnte Kirch vor konkurrierenden Bewertungssystemen: "Das ist nicht vertrauenserweckend."

Das Kölner Institut hingegen verteidigt seinen Verfahrensvorschlag, der auf das international nicht eingeführte Instrument der Analyse von Effizienzgrenzen setzt. Jede Gesellschaft müsse eine "eigene Kombination von Methoden der Gesundheitsökonomie entwickeln", so das IQWiG. Gesundheitsökonomen dagegen halten den Vorschlag für "wissenschaftlich unhaltbar".

Lesen Sie dazu auch: IQWiG fällt mit Methodenpapier durch

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

An der Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses

G-BA-Vorsitzende Sonja Optendrenk sieht sich als Streiterin der Selbstverwaltung

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Allgemeinmediziner gibt Tipps

Ohne MFA läuft wenig: Was beim Impfmanagement wichtig ist

Heilung wird nicht gestört

Keine Angst vor Bisphosphonaten bei frischen Frakturen

Lesetipps