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Kommentar zur Amtsarzt-Ausbildung

Imagekampagne als Feigenblatt

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) wächst der Ärztemangel. Dieses Problem zeigt sich auch in Berlin, wo offene Stellen sonst meist schnell besetzt sind.

Der Verband der Ärzte im ÖGD führt das auf drei Ursachen zurück: Neben dem angestaubten Image schreckt auch die schlechte Bezahlung. Zudem fehlte in der Hauptstadt ein entsprechendes Fortbildungsangebot.

Zumindest die letzte Hürde ist mit dem Start des ersten ÖGD-Kurses an der Charité nun genommen. Bislang lernen dort zwar nur die, die schon im ÖGD arbeiten.

Immerhin ist mit der Ansiedlung des Kurses an der Charité nun die Nähe zum Nachwuchs gegeben. Das mag die Hoffnung auf Besserung schüren, die der Verband hegt. Dennoch bleiben zwei weitere Hürden.

Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) bleibt dabei die Einlösung seines Versprechens schuldig. Er hatte beim Amtsantritt bessere Bedingungen für die Ärzte im ÖGD angekündigt.

Nun setzt sein Haus darauf, dass eine Imagekampagne die ausbleibende Gehaltsangleichung wettmacht. Und auch der Verweis auf die Freiheiten der Bezirke darf nicht darüber hinweg täuschen, dass der Senat den Bezirken weitere Sparrunden verordnet hat.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Amtsärzte: Charité züchtet Nachwuchs nun selbst

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