Jubiläum

KV Hamburg blickt auf 100 Jahre zurück

Vor einem Jahrhundert wurde in der Hansestadt die „Vereinigung der Krankenkassenärzte Groß-Hamburgs“ gegründet.

Von Dirk Schnack Veröffentlicht: 20.06.2019, 09:09 Uhr

HAMBURG. Die KV Hamburg hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen auf die Bedeutung ihrer Arbeit und die damit verbundenen Vorteile für die Patienten hingewiesen.

Damit eine ambulante ärztliche Behandlung nur nach Vorlage der Versichertenkarte möglich ist, sei ein „reibungslos arbeitendes, aufwendiges Räderwerk“ notwendig, so die Kassenärztliche Vereinigung.

„Kaum jemand kennt die Kassenärztliche Vereinigung, noch weniger Menschen wissen, was sie tut – dabei hat wohl jeder schon von ihrer Arbeit profitiert. Die KV Hamburg organisiert die ambulante Versorgung rund um die Uhr, sodass immer ein Arzt da ist, wenn man ärztlicher Hilfe bedarf“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Walter Plassmann.

Im Juni 1919 hatte eine kleine Gruppe Hamburger Ärzte rund um den praktischen Arzt Dr. Julius Adam die „Vereinigung der Krankenkassenärzte Groß-Hamburgs“ gegründet – getragen von dem Gedanken, gemeinschaftlich den Zugang der Patienten zur ambulanten Versorgung zu regeln, freie Arztwahl zu gewährleisten und die vertraglichen Rahmenbedingungen mit den Krankenkassen zu vereinheitlichen.

„100 Jahre erfolgreiche Selbstverwaltung haben wesentlich dazu beigetragen, dass das deutsche Gesundheitssystem das wohl beste der Welt ist, vor allem gemessen an dem leichten Zugang und der Breite der Leistungen“, sagte Plassmann.

100 Jahre KV seien aber auch ein Garant dafür, dass die Organisation der ambulanten Versorgung frei von wirtschaftlichen oder Konzerninteressen geschieht – zum Wohl der Patienten, die sich auf ein stabiles System verlassen könnten.

„Wir bleiben auch zukünftig diesen Grundwerten verpflichtet, aber natürlich im zeitgemäßen Kontext: Wir arbeiten an weiteren attraktiven Angeboten für die Patienten“, kündigte der KV-Chef an.

Nach seinen Angaben versorgen derzeit rund 5260 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten in 3300 Hamburger Praxen fast 19 Millionen Patientenfälle pro Jahr. Außerdem steht mit dem „Arztruf Hamburg“ ein Bereitschaftsdienst-Service rund um die Uhr zur Verfügung, den Plassmann als den „umfassendsten in ganz Deutschland“ bezeichnete.

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