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TK in Sachsen

Kasse will elektronische Rezepte

Veröffentlicht:

MAGDEBURG. Dem "Ja" zur Lockerung des Fernbehandlungsverbots beim Deutschen Ärztetag in Erfurt muss ein "Ja" zum elektronischen Rezept folgen. Das fordert Sachsen-Anhalts TK-Landes-Chef, Jens Hennicke.

"Sachsen-Anhalt darf bei der Telemedizin nicht den Anschluss verpassen. Es geht nicht mehr darum, ob wir digitalisieren, sondern wie wir die Digitalisierung gesund gestalten." Gerade in ländlichen Regionen könnten digitale Möglichkeiten nach Ansicht von Hennicke zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beitragen.

Insbesondere in einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt mit der bundesweit ältesten Bevölkerung und bereits heute vielen leerstehenden Praxen. "In gut zehn Jahren werden allein 900 Hausärzte fehlen. Die zunehmende Teilzeitbeschäftigung noch gar nicht eingerechnet."

Hennicke, den Wirtschaftsminister Professor Armin Willingmann unlängst in den 14-köpfigen Digitalisierungsbeirat des Landes berufen hat, drückt aufs Tempo: "Wir müssen hochbetagten Patienten keine Computerkurse aufzwingen. Die Verbindung zur digitalen Welt und damit zum Arzt könnten VERAHs gewährleisten."

Entweder direkt zu Haus oder in speziellen Praxen, die in kleineren Orten einmal pro Woche mit einer Arzthelferin besetzt werden könnten. Die kann die Kommunikation mit dem Arzt steuern und zusätzlich Diabeteskontrollen, Blutdruckmessungen, EKG anbieten.

"Wir sollten zunächst mit einer Berufsgruppe beginnen, vorzugsweise mit Hausärzten", sagt Hennicke. Denkbar für ihn wäre eine außerbudgetäre Honorierung für Telemedizin im Rahmen des Hausarztvertrages. "Eine logische Folge aber muss das elektronische Rezept sein. Sonst sind alle Bemühungen sinnlos." (zie)

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