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Finanzdaten der Gesetzlichen Krankenversicherung

Krankenkassen: 3,5 Milliarden Euro Überschuss und ein „gewaltiger Reformdruck“

Für Gesundheitsministerin Nina Warken sind die positiven Finanzdaten der Gesetzlichen Krankenversicherung für 2025 nur eine Wasserstandsmeldung. „Alle Akteure“ müssten einen Reformbeitrag leisten.

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Das Foto zeigt die Rückseite einer 1-Euro-Münze mit dem Motiv des Vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci.

Die Bundesregierung will den ständig steigenden Beitragssätzen der vergangenen Jahre „endlich etwas entgegensetzen“, so Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.

© Golden_hind / stock.adobe.com

Berlin. Die Reserven der Krankenkassen haben zum Jahreswechsel immer noch nicht wieder die Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben erreicht. Vielmehr beliefen sich die Rücklagen der 93 Kassen zum Jahresende 2025 auf 5,1 Milliarden Euro – das entspricht 0,18 Monatsausgaben, hat das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag mitgeteilt.

Einnahmen von 355,9 Milliarden Euro standen Ausgaben von 352,4 Milliarden Euro gegenüber, so dass die Gesetzliche Krankenversicherung das Vorjahr mit einem Überschuss von rund 3,5 Milliarden Euro abgeschlossen hat. Die offiziellen Zahlen bestätigen die im Vorfeld von der Ärzte Zeitung gemeldete Entwicklung.

Die Einnahmen der Krankenkassen haben – ohne die Zusatzbeiträge – im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zugelegt. Dagegen stiegen die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten im gleichen Zeitraum um 7,8 Prozent. Massiv gewachsen ist das Aufkommen aus Zusatzbeiträgen, dass sich zuletzt auf rund 54 Milliarden Euro addiert hat.

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Die Zuwachsraten bei den Leistungsausgaben fallen je nach Kassenart unterschiedlich aus: Ersatzkassen (7,4 Prozent) und Betriebskrankenkassen (7,7 Prozent) liegen hier gemeinsam mit der AOK-Familie (7,9 Prozent) nahe beieinander. Deutlich höher ist die Steigerungsrate bei den Innungskrankenkassen (9,9 Prozent) sowie bei der Knappschaft (11,0 Prozent).

Binnen eines Jahres sind die Leistungsausgaben über die 93 Kassen hinweg um 24,6 Milliarden Euro und die Verwaltungskosten um 602 Millionen Euro gestiegen.

Mit Blick auf die Entwicklung der Ärzte-Honorare sieht das BMG eine „ungebrochen hohe Dynamik“. Die Ausgaben legten um 3,8 Milliarden auf knapp 54 Milliarden Euro zu (7,6 Prozent). Entscheidend hierfür sei gewesen, dass beim bundeseinheitlichen Orientierungspunktwert wie schon 2024 ein „gegenüber dem langjährigen Durchschnitt höherer Anstieg um 3,85 Prozent vereinbart wurde“.

Beigetragen zu diesem Anstieg hätten unter anderem die Mehrausgaben für das ambulante Operieren (15,7 Prozent), für die ambulante spezialfachärztliche Behandlung (16,3 Prozent) sowie für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (15,2 Prozent).

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Zweistellig sind die Ausgaben unter anderem im Bereich der medizinischen Behandlungspflege gestiegen (12,6 Prozent oder 1,3 Milliarden Euro). Hier – wie auch bei den Pflegepersonalkosten im Krankenhaus – ergäben sich im dritten Jahr in Folge Wachstumsraten von mehr als zehn Prozent, berichtet das BMG.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erneuerte angesichts der Zahlen ihr politisches Versprechen, die Beitragssätze zu stabilisieren und sprach von einer „schwierigen Lage“ in der GKV. Die Bundesregierung werde der Entwicklung der vergangenen Jahre „endlich etwas entgegensetzen“, so Warken. (fst)

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