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Diskriminierung vermeiden

Marburger Bund fordert rassismuskritische Lehre im Medizinstudium

In der Kommunikation mit People of Colour und Menschen mit Migrationsgeschichte gibt es laut Marburger Bund noch erhebliche Defizite.

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Essen. Rassismuskritische Inhalte sollten als Pflichtveranstaltungen ins Medizinstudium aufgenommen werden. Das hat der Marburger Bund auf seiner Hauptversammlung in Essen gefordert. Medizinstudierende sollten lernen, wie sie diskriminierungsfrei mit und über People of Colour (POC) und Menschen mit Migrationsgeschichte kommunizieren, heißt es. Die spezifischen Aspekte der Gesundheitsversorgung dieser Menschen müssten unter anderem mit Blick auf die Symptompräsentation, Diagnostik und Therapie im Lehrplan abgebildet werden, heißt es in dem Beschluss der Hauptversammlung.

People of Colour und Menschen mit Migrationsgeschichte erlebten im Gesundheitswesen regelmäßig Diskriminierung. Bewusste und unbewusste Vorurteile führten zu einer relevant schlechteren Versorgung. Teilweise würden die Symptome von Patienten aus diesen Personengruppen bagatellisiert und Besonderheiten in der medizinischen Versorgung seien häufig unbekannt. Gleichzeitig seien die Unterschiede mit Blick auf die Symptompräsentation, Diagnostik und Therapie den Medizinstudierenden und Ärztinnen und Ärzten nicht in einem angemessenen Umfang bekannt, heißt es. Dies führe zu einer Unter- und Fehlversorgung. (chb)

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