Mehrheit der Deutschen misstraut Gesundheitspolitik der Koalition

BERLIN (ble). Die Bundesbürger haben nur wenig Zutrauen in zentrale Pfeiler der Gesundheitspolitik der großen Koalition und in die mit der jüngsten Gesundheitsreform gesteckten Ziele.

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Einer gestern vorgestellten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse zufolge teilen die Bundesbürger demnach weitgehend die Kritik der Ärzte an der Gesundheitsreform: So erwartet eine Mehrheit der Deutschen mehr Staatseinfluss, mehr Bürokratie, weniger Transparenz und eine unsichere Finanzierung.

Nach der Umfrage gehen nur 18 Prozent der Befragten davon aus, dass etwa der mit dem Gesundheitsfonds geplante aufwachsende Steuerzuschuss auch in "wirtschaftlich schwierigen Phasen" gesichert ist. 80 Prozent der Befragten fürchten dann hingegen Sparzwänge zulasten der medizinischen Versorgung.

74 Prozent der 2000 im März befragten Personen sagen, dass der Gesundheitsfonds eher zu mehr Bürokratie und einem größeren Verwaltungsaufwand führen wird, nur 21 Prozent sehen einen Abbau in diesem Bereich.

Trotz steigender Lasten ist mit 64 Prozent ein Großteil der Bürger bereit, höhere Beiträge zu zahlen, wenn sie dafür weiter am medizinischen Fortschritt teilhaben. Für 23 Prozent der Befragten hingegen sind stabile Beiträge wichtiger. Dabei gehen 92 Prozent der Bürger davon aus, dass die Beiträge zur GKV eher steigen werden. Sieben Prozent erwarten gleich bleibende und nur jeder Hundertste sinkende Beiträge.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Kein Vertrauen in die Reform

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