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Reaktionen

„Momentum nutzen“: Ärzte, Krankenkassen und Kliniken fordern von Linnemann wirksame Strukturreformen

Zahlreiche Vertreter der Selbstverwaltung gratulieren dem designierten Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann – und schicken gleich mal ein paar sehr konkrete Erwartungen an den CDU-Politiker mit.

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Schild vor dem Eingang zum Bundesgesundheitsministerium.

Der Eingang zum Bundesgesundheitsministerium.

© picture alliance/dpa | Philipp Znidar

Berlin. Noch nicht vereidigt als neuer Bundesgesundheitsminister, da bekommt Carsten Linnemann schon Druck aus der Selbstverwaltung. Linnemann habe rasch tiefgreichende Reformen im Gesundheitswesen und in der Pflege auf den Weg zu bringen, mahnen Ärzteverbände und Krankenkassen.

Mit der Primärversorgung liege eines der zentralen Reformvorhaben der nächsten Jahre auf dem Tisch des designierten Ministers, schreibt der Hausärztinnen- und Hausärzteverband. Hausarztpraxen spielten bei der Umsetzung der Reform die tragende Rolle. Zuletzt seien sie aber vom Spargesetz „enorm“ geschwächt worden.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erinnert daran, dass 97 Prozent der Patientenversorgung in Deutschland in Praxen erfolge. Anstatt diese zu fördern, verschlechtere die Politik jedoch „signifikant die Rahmenbedingungen“ in der ambulanten Versorgung. Als studierter Betriebswirt und promovierter Volkswirt wisse Linnemann genau, dass Betriebe nur bestehen könnten, wenn sie auch Planungssicherheit und betriebswirtschaftlichen Erfolg haben.

Vor dem Neuen liegt eine „Mammutaufgabe“

GKV-Chef Oliver Blatt spricht von einer „Mammutaufgabe“, die vor dem CDU-Politiker liege. Unter anderem die Reform der sozialen Pflegeversicherung sei dringend geboten. „Wir hoffen, dass Carsten Linnemann das Momentum nutzt, den eingeschlagenen Reformkurs im Gesundheitswesen konsequent weiter beschreitet“, betont der Vizechef beim AOK-Bundesverband, Jens Martin Hoyer.

Der BKK-Dachverband erinnert an Äußerungen Linnemanns, die Zahl der Kassen stark zu reduzieren. Hierz möchte ich sie dem designierten Minister „mit auf den Weg geben, dass die Vielfalt der Krankenkassen eine tragende Säule der gesetzlichen Krankenversicherung ist“, so Verbandsvorständin Anne-Kathrin Klemm.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) wiederum verweist auf den mit der Krankenhausreform eingeleiteten Umbau der Kliniklandschaft. Dieser Umbau dürfe infolge der finanziellen Defizite der Häuser nicht im Chaos enden. Es brauche eine „planvolle und schrittweise Veränderung“, die die Menschen in den Regionen mitnehme. Gleichzeitig sei die Notfallreform endlich umzusetzen. (hom)

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