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'Weibliche Berufe'

Motivation ist unbezahlbar!

Von Anne Zegelman Veröffentlicht:

Frauen verdienen immer noch deutlich schlechter als Männer. Grund ist, dass sie sich häufig "typisch weibliche" Berufe aussuchen, in denen "weiblich konnotierte Persönlichkeitsmerkmale" gefragt sind.

Das steht im zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Selbst schuld, könnte man da meinen. Hätten diese Frauen ihren Beruf nach den Verdienstmöglichkeiten ausgewählt, stünden sie nun nicht so dumm da.

Doch das ist ein Denkfehler. Menschen, die sich aufgrund von Interessen und Talenten für einen Job entscheiden, sind für den Arbeitsmarkt viel wert. Denn sie bringen Begeisterung und Motivation mit, die sich nicht kaufen lassen.

Menschen, die Kinder erziehen, Alte pflegen und sozial Schwache betreuen, dürfen nicht länger als die "Dummen" dastehen. Und ja, das muss Hand in Hand gehen mit einer besseren Bezahlung, also mit einem Gehalt, das nicht knapp über der Armutsgrenze liegt.

Natürlich ist klar, dass die Solidargemeinschaft sich eine schnelle Anhebung der Gehälter nicht wird leisten können. Doch wie wäre es mit einer Aufwertung, die davon unabhängig ist? Zum Beispiel mit Einkaufsgutscheinen, Mitgliedschaften im Fitnessstudio, kostenlosen Dauerfahrkarten für die öffentlichen Verkehrsmittel . . . Hier sind auch die Kommunen am Zug.

Lesen Sie dazu auch: Gleichstellungsbericht: Frauen arbeiten öfter unbezahlt

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