Kommentar

Nachwuchs-Quelle nicht austrocknen!

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:

Ein grauer Schleier liegt seit rund zehn Monaten über der Zukunft des Zivildienstes. Nebulöse Andeutungen wechseln sich ab mit Schweigen. Daher gewinnt man den Eindruck, dass weder Verteidigungsministerium noch Familienministerium die Folgen und die Zukunft des Zivildienstes im Blick haben.

So lesen sich auch aktuelle Gedankenspiele der Regierung: Der Zivildienst läuft künftig deutlich länger, aber freiwillig, eine Parallelstruktur zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) soll aufgebaut werden. Vor Konkurrenzstrukturen warnen da richtigerweise die Länder Bayern und Rheinland-Pfalz.

Doch über die entscheidende Frage wird bisher nicht diskutiert: Wie kann es gelingen, dass junge Menschen Lebenszeit ohne den bisherigen Zwang hergeben, um sich für andere Menschen einzusetzen?

Man darf nicht vergessen, was der Zivildienst gesellschaftspolitisch gebracht hat: Junge Männer machen prägende Erfahrungen in sozialen Berufen. Und manch einer wurde in seinem Wunsch bestätigt, ein Medizinstudium aufzunehmen. Diese Quelle an interessiertem Nachwuchs sollte durch nichts trocken gelegt werden.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Länder sehen keinen Sinn in Parallelstrukturen beim Zivildienst

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?