Kommentar

Nebensache Gesundheitspolitik?

Von Michael Kuderna Veröffentlicht:

Auf diesen Rekord hätte der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler sicher gerne verzichtet: Mit nur 18 Tagen war seine Amtszeit als Chef der Gesundheitsministerkonferenz die bisher kürzeste. Auch an der Spitze des Gesundheitsressorts im Saarland waren ihm nur zweieinhalb Jahre vergönnt.

Dennoch kann der FDP-Politiker wenigstens zwei sichtbare Erfolge verbuchen. Zum einen ist endlich die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Saar-Uni in der Zielgeraden, zum anderen hat er das ewige Tauziehen um die üppige Krankenhauslandschaft in dem klammen Land ein Stück weit entschärft.

Dabei setzte er auf den Zusammenschluss kleinerer Häuser, auf Kooperationen und auf eine klarere Profilierung einzelner Standorte.]

Eines allerdings ist sicher: Die Arbeitsbelastung für den nächsten Gesundheitsminister wird größer. Die Parteien sind sich einig, nach der Landtagswahl die Zahl der Ministerien auf sechs zu begrenzen und die Zuständigkeit für Gesundheit an einem anderen Ressort anzubinden.

Bleibt zu hoffen, dass die Themen nicht nur "nebenbei" erledigt werden. Gesundheitspolitik darf nicht nur verwaltet, sondern muss gestaltet werden.

Lesen Sie dazu auch: Wilde Farbenspiele vor der Saarland-Wahl

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Fünf Jahre Digitale Gesundheitsanwendungen

Dritter DiGA-Report bestätigt das deutsche Erfolgsmodell

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
In New Orleans findet in diesem Jahr die Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) statt.

© aceshot/stock.adobe.com

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram