Direkt zum Inhaltsbereich

Neuer HVM für Baden-Württembergs Ärzte

Ruhe an der Honorarfront und Planungssicherheit für Ärzte im Südwesten - das soll der neue Honorarverteilungsmaßstab in Baden-Württemberg bringen. Er lässt aber auch ein wenig Handlungsspielraum.

Veröffentlicht:

STUTTGART (vdb). Mit großer Mehrheit hat die Vertreterversammlung der KV Baden-Württemberg ihren neuen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) beschlossen. Er tritt am 1. Juli 2012 in Kraft.

Dabei hat der Vorstand Wort gehalten und alle bereits im Februar getroffenen Vereinbarungen bezüglich größtmöglicher Kalkulationssicherheit und Leistungsbegrenzungen eingehalten.

Fakt ist aber auch, dass die Handlungsspielräume innerhalb der Honorarverteilung nur gering bleiben. Konkret bedeutet das, dass die Honorartöpfe für die einzelnen Fachgruppen auf der Honorargrundlage von 2011 festgeschrieben werden.

Von etwaigen Mengenausweitungen innerhalb der Fachgruppen bleiben andere Fachgruppen unberührt. Darüber hinaus sieht der HVM auch keine Umverteilung innerhalb der Fachgruppe vor.

Hausbesuche werden wieder innerhalb des RLV vergütet

Neu ist, dass mit Inkrafttreten des HVM Hausbesuche wieder innerhalb des RLV vergütet werden, bestätigte KV-Sprecher Kai Sonntag im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Zwei weitere Mengen begrenzende Maßnahmen sollen zur Stabilisierung der Honorarflüsse beitragen: Dabei geht es zum einen um Zuschläge für Berufsausübungsgemeinschaften.

Hier werde die Wirkung von maximal 40 auf 20 Prozent zurückgefahren - "ein Zugeständnis", so Sonntag. Die Regelung gilt ab 1. Juli.

Zum anderen wird es ab dem dritten Quartal 2013 eine Fallzahlbegrenzungsregelung geben.

Die Gesamtvergütung in Baden-Württemberg stieg 2011 um etwa vier Prozent, bundesweit nahm sie um 1,25 Prozent zu, sagte Geschäftsführerin Susanne Lilie.

KV-Chef Dr. Norbert Metke lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit den KV-Fachausschüssen und den Berufsverbänden vor der HVM-Entscheidung.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht

Medizin aus dem Kochtopf

Wie Ernährung die altersbedingte Makuladegeneration beeinflusst

Lesetipps
Eine Sporttasche liegt am Boden und ist gefüllt mit Sportsachen, wie einem Springseil, einem Fußball, Laufschuhen und Tennisschlägern.

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Körperliches Training

Mit einer Stunde mehr Sport die Brustkrebsmortalität senken?

Ein Schild "Stromausfall wir können leider nicht öffnen. Im Notfall bitte klopfen" ist an einer Tür angebracht.

© Marijan Murat/dpa

Krisenresilienz

Stromausfall in Reutlingen: Eine Ärztin schildert ihre Erfahrungen