Organisierte Kriminalität

Pflege-Mafia – eine harte Nuss für MDS und BKA

Nach wie vor ein Problem: der Abrechnungsbetrug in der häuslichen Krankenpflege im großen Stil. Er sorgt auch in der Vorweihnachtszeit wieder für Diskussionsstoff.

Veröffentlicht: 20.12.2017, 12:22 Uhr
Pflegebetrügern das Handwerk legen: Diesem Ziel steht die Polizei allein hilflos gegenüber.

Pflegebetrügern das Handwerk legen: Diesem Ziel steht die Polizei allein hilflos gegenüber.

© Andre Bonn / Fotolia

WIESBADEN/ESSEN/BERLIN. "Durch polizeiliche Maßnahmen allein ist eine nachhaltige Bekämpfung des Kriminalitätsphänomens nicht möglich. Da auf dem Gebiet der Pflege sehr viele Akteure mitwirken, bedarf es einer breit aufgestellten Diskussion zwischen allen beteiligten Akteuren" – mit klaren Worten wies das Bundeskriminalamt am Mittwoch auf Nachfrage der "Ärzte Zeitung" die alleinige Zuständigkeit im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität (OK) in der häuslichen Krankenpflege zurück.

Das Redaktionsnetzwerk von "WELT" und "BR Recherche" hatte am Mittwoch auf seinen Kanälen vom "Staatsversagen" gesprochen, da das Pflegestärkungsgesetz (PSG) III nur ein Papiertiger im Kampf gegen die russische Pflegemafia sei. Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen (MDS) sah sich laut Berichterstattung machtlos als Kontrollinstanz gegen OK-Strukturen in der Pflege Wirkung entfalten und den Betrug in dieser Dimension effektiv bekämpfen zu können. Das könne nur polizeiliche Ermittlungsarbeit. (maw)

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