Neue Aufgabenverteilung

Pflegebevollmächtigte Moll will mehr Rechte für Pflegekräfte

Claudia Moll fordert eine Reformierung des Arztvorbehalts, um pflegerische Kompetenzen zu stärken. Denn Pflegekräfte täten heute schon in der Praxis viel mehr, als sie eigentlich dürften.

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Die Pflegebevollmächtigte des Bundes, Claudia Moll, spricht im Bundestag.

Die Pflegebevollmächtigte des Bundes, Claudia Moll, spricht im Bundestag.

© Jörg Carstensen/dpa

Düsseldorf. Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll (SPD), fordert eine neue Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Pflegekräften. „Wir werden nie wieder so viele Pflegekräfte haben wie jetzt, aber sicher mehr Menschen mit Pflegebedarf“, sagte Moll der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Deshalb müssten in Pflege und Betreuung neue Wege gegangen werden. Die Gesundheitsfachberufe sollten viel eigenständiger und unabhängiger arbeiten können.

Dazu gehöre, dass der über allem stehende Arztvorbehalt reformiert werden müsse, forderte die SPD-Politikerin. Pflegekräfte täten heute schon in der Praxis viel mehr, als sie eigentlich dürften. „Daher freue ich mich, dass die pflegerischen Kompetenzen demnächst in einem eigenen Gesetz endlich gestärkt werden.“ Oft brauche es aber keine professionelle Pflege, sondern niedrigschwellige Unterstützung im Alltag der Menschen. „Da sind wir alle als Gesellschaft gefordert und müssen ehrenamtliches Engagement viel stärker einbeziehen und ausbauen“, sagte Moll.

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Aktuell dürfen Pflegekräfte in Deutschland weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen europäischen Ländern. Grund ist der sogenannte Arztvorbehalt, der regelt, dass bestimmte Tätigkeiten nur von Ärzten oder unter ärztlicher Aufsicht ausgeführt werden dürfen. Es geht unter anderem um die Verordnung von Pflegehilfsmitteln und Verbandsmitteln, die Versorgung von Wunden und das Impfen. (KNA)

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