Wegen Corona-Pandemie

Pflegekassen fürchten noch mehr Miese

Mehrausgaben von zusätzlich einer Milliarden Euro fürchten die Pflegekassen aufgrund der neuen Corona-Testverordnung. Dabei seien vier Milliarden Euro noch gar nicht refinanziert durch den Bund.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Pflegekassen sorgen sich wegen weiterer Milliardenbelastungen. Anlass ist die novellierte Corona-Testverordnung. Diese sei mit Blick auf das zu erwartende Infektionsgeschehen im Herbst zwar richtig.

Da der Bund die im Koalitionsvertrag angekündigte Refinanzierung pandemiebedingter Mehrausgaben der sozialen Pflegeversicherung (SPV) bislang aber nicht sichergestellt habe, führe eine Verlängerung der Kostenerstattung bis Ende November zu einer Erhöhung der Mehrausgaben um rund eine Milliarde Euro, rechnet der GKV-Spitzenverband vor. Diese Summe käme zu den bereits prognostizierten Corona-Kosten in der SPV von etwa vier Milliarden Euro dazu.

Letztere sollen laut Kassen über einen Beitragsaufwuchs um 0,35 Prozentpunkten aufgefangen werden. Die neuen Mehrbelastungen seien über eine höhere Darlehensaufnahme des Bundes zu finanzieren. Die Rückzahlung müsste ebenfalls von den Beitragszahlern übernommen werden. Offen bleibe, warum Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Personen im Rechtsbereich der GKV als eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ anerkannt seien, nicht jedoch in der SPV.

Die neue Testverordnung sieht vor, dass bei den Corona-Bürgertests eine Eigenbeteiligung von drei Euro fällig wird. Tests zum Schutz von Pflegebedürftigen sind davon aber ausgenommen. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview

Was eine gute Reha beim Post-COVID-Syndrom ausmacht

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Detailansicht eines Windrades: Bringt eine ökologisch nachhaltige Geldanlage auch gute Rendite? Anleger sollten auf jeden Fall genau hinschauen.

© Himmelssturm / stock.adobe.com

Verantwortungsbewusstes Investment

„Nachhaltig – das heißt nicht, weniger Rendite bei der Geldanlage!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

Differenzialdiagnosen im Blick

Hängendes Augenlid – Schauen Sie auch auf die Pupillen!

Lesetipps
Symbol für Augenspülung und Notfall-Augenspülvorrichtung für Chemieunfälle.

© navintar / stock.adobe.com

Neue S1-Leitlinie

Verätzung am Auge: Erst spülen, und dann?

Ein älterer Mann muss stark husten und hält eine Hand auf seine Brust.

© Getty Images

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist