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Private Pflegeanbieter fordern Green-Card

SAARBRÜCKEN (eb). Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, hat eine Green-Card für Pflegefachkräfte gefordert, um den Personalmangel in den Heimen zu lindern.

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Meurer: Politik unterstützt den Pflegenotstand.

Meurer: Politik unterstützt den Pflegenotstand.

© Müller-Stauffenberg / imago

"In Ländern wie Indien, Vietnam und den Philippinen gibt es ein Überangebot an ausgebildeten Pflegekräften, die arbeitslos sind. Hier muss sich die Bundesregierung bewegen", sagte Meurer der am Dienstag erscheinenden "Saarbrücker Zeitung".

Jüngst hatte bereits das Berliner Institut für Europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) vorgeschlagen, künftig auch indische Pflegekräfte für Deutschland anzuwerben.

"Als die IT-Branche einen Fachkräftemangel beklagte, legte die Politik wie ein Posaunenchor los", sagte Meurer der "Saarbrücker Zeitung".

"Im Pflegebereich kommt sie über zarte Flötentöne nicht hinaus. Offenbar unterschätzt die Regierung den Pflegenotstand", kritisierte der Verbandschef.

In Deutschland fehlten derzeit rund 30.000 Pflegekräfte, um die schlimmsten Probleme zu beseitigen, so Meurer. "Wenn diese Leute morgen auf den Markt kämen, dann wären sie übermorgen alle in Lohn und Brot".

Zugleich wandte sich Meurer gegen die Auffassung, die Pflege nur als Kostenfaktor zu sehen. Vielmehr sei sie ein enormer Wirtschaftsfaktor.

"Von einem investierten Euro fließen 90 Cent an den Staat zurück. Durch Steuern, Beiträge und durch die Steigerung des Bruttosozialprodukts", so Meurer.

Auch seien die Arbeitsplätze im Pflegebereich sicher. "Es können nur mehr werden", meinte Meurer.

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